Es fehlen geeignete Flächen 

Wabern ist bei Bauherren gefragt: Es gibt aber weder Plätze in der Kerngemeinde noch in den Ortsteilen

Wabern zieht viele Häuslebauer an: Das Neubaugebiet In den Sälen ist voll, es fehlen geeignete weitere Flächen.
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Wabern zieht viele Häuslebauer an: Das Neubaugebiet In den Sälen ist voll, es fehlen geeignete weitere Flächen.

Wenn sich die Gemeindeverwaltung Wabern etwas wünschen dürfte, dann stünden ganz sicher auch Bauplätze auf ihrem Wunschzettel. Denn die Rübengemeinde ist bei Häuslebauern sehr gefragt: In den vergangenen 25 Jahren wurden dort 150 Bauplätze erschlossen, die meisten davon im Kernort.

Allein im Neubaugebiet „In den Sälen“ entstanden 52 Bauplätze auf einer Fläche von fünf Hektar, 26 davon sind bereits bebaut. Auch für den im vorigen Herbst bereitgestellten zweiten Abschnitt gibt es Reservierungen.

„Es ist bereits 5 vor 12“, sagte Wolfgang Weller (SPD) in der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Er verwies auf die Dringlichkeit, mit der die Gemeinde die Siedlungspolitik angehen müsse.

Die Nachfrage ist hoch, doch es fehlen Flächen 

Bürgermeister Claus Steinmetz sah es nicht anders: Wabern sei attraktiv, die Nachfrage nach Bauland und Wohnungen sei hoch. Doch gebe es zu wenig Flächen. Denn neben den vielen ausgewiesenen Hochwassergebieten (wir berichteten) es sei problematisch, weiter wertvolles und begehrtes Ackerland in der Nähe der Zuckerfabrik zu verbrauchen, das für den landwirtschaftlichen Anbau benötigt wird. Der Flächenerwerb gestalte sich also als extrem schwierig.

Der Bahnhof mit dem ICE-Halt ist "das Pfund" der Gemeinde Wabern 

Aus diesen Gründen sei es wichtig, auch mit dem Projekt Interkommunales Siedlungsmanagement ein städtebauliches, nachhaltiges Konzept für Wabern zu entwickeln. Dabei sollte festgelegt werden, wie der Bereich der Kurfürstenstraße mit Ärztehaus, Wohnheim der Baunataler Diakonie Kassel, Gelände am Karlshof weiter beplant werden kann. Das betrifft auch den Bahnhof mit seinem ICE-Halt: („Er ist unser Pfund!“). Der müsse vor allem an die B 254 angebunden werden, da auf der frisch sanierten Bahnhofstraße viele schwere Holztransporter unterwegs seien, was der Straße alles andere als guttue.

Die Gemeinde habe in Sachen Siedlungsmanagement bereits gehandelt und viele Eigentümer angeschrieben, deren freie Flächen durchaus bebaut werden könnten. Der Rücklauf zeige, dass es durchaus die Chance auf eine weitere Belebung innerörtlicher Bereiche gebe. Wabern wird siedlungstechnisch dem „ländlichen Raum mit Verdichtungsansätzen“ zugeordnet. Da bedeutet, dass die Gemeinde Wabern dieselbe Klassifizierung hat wie Homberg, Fritzlar, Borken und Gudensberg.

Nachfrage auch in den Ortsteilen von Wabern 

Die Frage der Wohnraumschaffung aber wird das Waberner Parlament weiter beschäftigen, dafür soll auch fachlicher Rat eingeholt werden, so das Ergebnis der Sitzung. Denn Nachfrage gibt nicht nur in der Kerngemeinde, sondern auch in den Ortsteilen: Das Neubaugebiet in Zennern an der Langen Straße ist voll, in Harleist der letzte Bauplatz verkauft, parallel zum Flurweg könnte noch Bauland entwickelt werden. In Niedermöllrich stehen freie Plätze im Neubaugebiet Fasanenweg bereit.

Jetzt hat die Gemeinde Flächen in Udenborn erworben, dort will sie einen Bebauungsplan auf den Weg bringen. InUnshausen sollen in den kommenden Jahren drei bis vier Bauplätze entstehen und auch in Falkenberg können noch vier Bauplätze auf gemeindeeigenem Grund gewonnen werden. In Uttershausenkönnte der Bebauungsplan Heerstraße weitere Bauplätze hergeben. Ob das alles aber ausreiche, um der großen Nachfrage gerecht zu werden, sei fraglich.

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