Tag der offenen Tür unter Coronabedingungen

Aus Ruine wird Dorfladen: Neues Projekt soll Waberner Ortsteil Falkenberg beleben

Im Ort, mit dem Ort und für den Ort: Gänsemarkt-Projektleiter Pascal Bewernick vom Verein Shift und Team wollen das heruntergekommene Fachwerkhaus im Ortskern von Falkenberg in eine Begegnungsstätte mit Dorfladen und Café verwandeln.
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Im Ort, mit dem Ort und für den Ort: Gänsemarkt-Projektleiter Pascal Bewernick vom Verein Shift und Team wollen das heruntergekommene Fachwerkhaus im Ortskern von Falkenberg in eine Begegnungsstätte mit Dorfladen und Café verwandeln.

Das Fachwerkhaus am Falkenberger Gänsemarkt wird neu belebt. Dort soll ein Dorfladen mit integriertem Café entstehen. Das soll die Lebensqualität der Menschen erhöhen.

Falkenberg – Die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen am einst schmucken Fachwerkhaus am Falkenberger Gänsemarkt. Rund zwei Jahrzehnte schon steht es leer, der Putz bröckelt zwischen dem alten Fachwerk, Fensterscheiben sind geborsten, und überhaupt macht das alte Gemäuer einen ziemlich traurigen Eindruck.

Seit einiger Zeit jedoch gibt es wieder Hoffnung und einen großen Plan für das heruntergekommene Anwesen, worauf ein großes Transparent hinweist, das an der Vorderseite angebracht ist. „Shift“ ist darauf in großen Lettern zu lesen, und genau so heißt der Falkenberger Verein, der in einer Zeit der Veränderung für Menschen da sein und unter anderem dem Gänsemarkt eine neue Zukunft schenken will. „Wir planen, hier einen zentral gelegenen Dorfladen mit integriertem Café zu gründen“, sagt Pascal Bewernick, der bei Shift mit der Projektleitung betraut ist und es kaum abwarten kann, dass es endlich richtig losgeht.

Seit Jahren schon gebe es im kleinen Waberner Ortsteil kein Lebensmittelgeschäft mehr, zum Einkaufen müsse man nach Wabern oder Homberg fahren.

Doch beim Projekt Gänsemarkt gehe es um weit mehr als die Sicherstellung der Grundversorgung. „Neben der Möglichkeit für den Einkauf nachhaltiger, regionaler Produkte möchten wir Raum für Begegnungs-, Kultur- und Bildungsangebote schaffen“, sagt Bewernick, der mit seinem Team seit 2018 am Konzept tüftelt und eigentlich schon „ein bisschen weiter“ sein wollte als er es ist.

„Jeder Tag, den wir uns mit dem Haus befasst haben, hat die Baustelle größer werden lassen“, sagt er und ist optimistisch, dass schon bald zusätzliche Fördergelder fließen werden.

Gut 78 000 Euro waren bereits vor zwei Jahren aus dem EU-Förderprogramm zur Entwicklung des ländlichen Raums bewilligt worden, damals waren die Gesamtkosten mit 190 000 Euro beziffert worden.

„Damit kommen wir nicht hin, der Zustand des Hauses ist schlechter als gedacht, es musste komplett entkernt werden, viele Schäden sind erst mit der Zeit zutage gekommen.“

Herbst 2022 ist im Konzept für die geplante Eröffnung vorgesehen, und damit soll Falkenberg dann einen ganz besonderen Ort der Begegnung und Inspiration bekommen, über den sich Interessierte am Samstag bei einem Tag der offenen Tür informieren konnten.

„Es ist eben kein gewinn-, sondern ein menschenorientiertes Projekt, das wir im Ort, mit dem Ort und für den Ort gestalten wollen“, sagt der Bewernick, der gemeinsam mit dem Gänsemarktteam von einem Ort träumt, der der Vernetzung dienen und so die Dorfgemeinschaft positiv mitgestalten soll.

Gegenseitige Inspiration könne hier in einer entspannten Café-Atmosphäre stattfinden und im Rahmen sozio-kultureller Projekte wie etwa Workshops oder Kulturangebote gefördert werden und so zu einer erhöhten Lebensqualität für die Falkenberger und Anwohner umliegender Orte beitragen. (Sascha Hoffmann)

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