Brücke zum Industriegebiet Tannenhöhe muss vor Regen geschützt werden

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Alles bleibt trocken: Die Arbeiter bringen die Grundierungsschicht aus Kunststoff auf den Beton auf. Um das Epoxitharz zu verteilen, nutzen sie Schieber und Rollen.

Uttershausen. Die Kreisstraße zum Industriegebiet Tannenhöhe ist wegen Bauarbeiten voll gesperrt. Seit zwei Wochen steht dort ein Zelt - das dient dazu, die empfindlichen Grundierungsmittel vor Regen zu schützen.

Die Bauarbeiten, bei denen Fahrbahnbelag und Brückenabdichtung erneuert werden, sollen 145.000 Euro kosten und bis zum 20. November abgeschlossen sein.

 Letztmals abgedichtet wurde die Brücke zur Tannenhöhe im Jahr 1981. Jetzt, nach 34 Jahren, muss diese Versiegelung erneuert werden, erklärt Martin Schwechel, der für die Bauüberwachung zuständig ist. Gleichzeitig wird die Fahrbahn neu asphaltiert. „Durch die Abdichtung ist Wasser gelaufen.“

Zur Abdichtung wird das Zelt gebraucht, denn Grundierung und Beton müssen im Trockenen aufgebracht werden. Nur so könne gewährleistet werden, dass die neue Fahrbahn auch eben wird. „Wir brauchen das Zelt, damit uns der Beton beim Regen nicht wegschwimmt“, sagt Martin Schwechel.

Zwar habe man durch das Zelt auch etwas höhere Temperaturen und die Arbeiter seien vor dem Wind geschützt - das sind aber nur angenehme Nebeneffekte.

Im Herbst und Winter seien das gängige Methoden im Straßenbau, auch wenn durch das Zelt zusätzliche Kosten verursacht werden. „Die Fahrbahn wird nur richtig dicht, wenn die Grundierung nicht nass wird.“ Um diese aber überhaupt aufbringen zu können, musste zuvor die Asphaltschicht abgenommen und die Oberfläche mit Beton begradigt werden.

„Dann wird die Oberfläche angeraut, damit die Grundierung besser haftet“, sagt Schwechel.

Die Grundierung besteht aus reinem Epoxitharz, also aus Kunststoff, und wird mit Schiebern und Rollen auf dem Beton verteilt.

Wenn Beton und Grundierung getrocknet sind, müssen die Straßenbauer eine Schweißbahnschicht aufbringen, darauf folgen zwei Asphaltschichten.

Zum Asphaltieren wird das Zelt dann allerdings abgebaut. „Wir brauchen es dann nicht mehr. Das Zelt würde beim Asphaltieren eher stören, als nützen“, sagen die Experten.

Mit Hilfe einer Datenbank wird der Zustand der Brücken in Deutschland regelmäßig überprüft. „Die Brücken werden mit Noten versehen. Darauf greifen wir bei einer nötigen Reparatur zurück“, sagt Schwechel.

Bei der jüngsten turnusmäßigen Überprüfung sei jedoch nicht aufgefallen, wie undicht die Brücke wirklich ist. Deshalb werden die Bauarbeiten jetzt auch etwas teurer als zunächst gedacht. „Aber besser, wir dichten die Brücke gleich richtig ab“, sagen die Straßenbauer.

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