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Erste Bürgerversammlung seit zwei Jahren in Wabern hatte viele Themen

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Von: Christina Zapf

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Die Bushaltestellen vor dem Rathaus, Wabern Mitte, sollen barrierefrei werden.
Die Bushaltestellen vor dem Rathaus, Wabern Mitte, sollen barrierefrei werden. © Christina Zapf

Rund 70 Menschen waren zur Bürgerversammlung in Wabern gekommen. Thema waren unter anderem der Ausbau des Glasfasernetzes und das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“.

Wabern – Rund 70 Menschen waren zur ersten Bürgerversammlung seit 2020 gekommen, die am Dienstagabend, 22. März, in der Mehrzweckhalle in Wabern stattfand. Thema waren unter anderem der Ausbau des Glasfasernetzes, das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ und Bauprojekte wie der Neubau des Feuerwehrhauses in Uttershausen. Hier ein Überblick.

Bauprojekte

Die Gemeinde sei gesetzlich dazu verpflichtet, die Bushaltestellen barrierefrei auszubauen, sagte Bürgermeister Claus Steinmetz. Als Nächstes sollen die Bushaltestellen in der Landgrafenstraße, vor dem Rathaus und die in der Kurfürstenstraße beim Altenzentrum barrierefrei werden. Weitere Förderanträge für den entsprechenden Umbau von Bushaltestellen in Unshausen, Hebel und Uttershausen seien gestellt.

Die Straßen Eckernweg in Hebel und Mosenbergweg in Falkenberg sowie Engelstraße in Wabern werden teilweise erstmalig mit einer Asphaltdecke versehen. In Hebel werden die Arbeiten mit der Kanalsanierung verbunden. Finanziert wird dies über das Förderprogramm Hessenkasse. Das Feuerwehrhaus in Uttershausen soll für 1,5 Millionen Euro neu gebaut werden. „Das wird eine teure Maßnahme“, so Steinmetz. „Wir sind in die Zeit der steigenden Materialpreise gekommen.“

Bürgerversammlung: Fahrradsammelgarage soll am Bahnhof in Wabern gebaut werden

Am Bahnhof in Wabern soll ab Mai eine Fahrradsammelgarage entstehen. 60 000 Euro Fördermittel wurden dafür bewilligt. Außerdem soll in Abstimmung mit der Deutschen Bahn AG der Zu- und Ausgang zur Homberger Straße überdacht werden.

Im Bereich Karlshof sind auf der Fläche der Gemeinde neue Wohnungen geplant. Bei der Erarbeitung des Konzepts, das Wohnen, Freizeit und Arbeiten verbindet, sollen die Bürger miteinbezogen werden. Auch beim Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ seien Ideen der Bürger gefragt. 288 000 Euro sollen unter anderem die Bereiche Bahnhof, Reiherwald, Schloss, Rathauspark und das Areal rund um die Kirche attraktiver machen.

Dorfmoderation

Bald soll das Rondell im Park in Falkenberg eine Überdachung bekommen. „Wir befinden uns in der Genehmigungsphase“, sagte der Bürgermeister.

Energiekonzept

Außerdem erarbeitet ein Ingenieurbüro ein Energiekonzept für Wabern. Ziel sei, dass die Gemeinde energieneutral wird. Derzeit würden bereits 80 Prozent des in der Gemeinde verbrauchten Stroms vor Ort erzeugt – 24 Millionen Kilowattstunden.

Bürgerversammlung: Ingenieurbüro erstellt Radewegekonzept für Kerngemeinde

Radwegekonzept

In der Kerngemeinde könne man sich mit dem Fahrrad nicht sicher bewegen. Das soll ein Radwegekonzept ändern. Unter anderem könnten Vorschläge des ADFC umgesetzt werden, so Steinmetz.

Familienzentrum

Das angedachte Familienzentrum in den Räumen des evangelischen Gemeindezentrums – die Gemeindevertreter entscheiden darüber im Juni – soll ein Generationentreff sein. Es soll Bildungs- und Beratungsangebote für Menschen jeden Alters bieten und Anlaufstelle für Geflüchtete und Menschen mit Beeinträchtigungen sein.

Bürgerversammlung: Firma Goetel bietet Verlegung von Glasfaserkabeln an

Glasfaser

Ingo Sauer vom Göttinger Unternehmen Goetel GmbH informierte über die Möglichkeit, dass in allen Waberner Ortsteilen Glasfaserkabel verlegt werden können. Die Voraussetzung: Jeweils 40 Prozent der Haushalte müssen sich für einen Anschluss entscheiden und einen Zwei-Jahresvertrag mit der Goetel GmbH abschließen. Nur so sei der Ausbau für das Unternehmen wirtschaftlich zu stemmen. Es soll mehrere Informationsveranstaltungen geben und in Wabern sei ein Vertriebsbüro geplant.

Wer seinen Antrag über den TSV 1900 Wabern einreicht, der sorge dafür, dass der Verein eine Spende in Höhe von zehn Euro von Goetel erhalte. Aktive Feuerwehrmitglieder erhalten einen Rabatt von 11,2 Prozent auf die monatliche Gebühr – in Anlehnung an den Notruf 112. Ziel sei es, noch in diesem Jahr, eventuell im Herbst, mit dem Ausbau zu beginnen.

Bürgerversammlung: Projekte mit Zweckverband Schwalm-Eder-West

Digitalisierung: OZG und Smart Region

Außerdem soll auch in Wabern das Onlinezugangsgesetz (OZG) bis Ende 2023 umgesetzt werden. Mit ihm sollen viele Verwaltungsleistungen bequem von zu Hause aus erledigt werden können. Diese Aufgabe geht Wabern zusammen mit den Kommunen des Zweckverbandes Schwalm-Eder-West an.

Über die Digitalisierung der Verwaltung hinaus geht das Projekt Smart Region, für das der Zweckverband Fördermittel beim Land beantragt hat. In den kommenden zwei Jahren testen die Kommunen dann innovative Lösungen im Bereich Verkehr, Umwelt, Energie und Tourismus.

Bürgerfragen

Die Waberner interessierten sich darüber hinaus für den Hochwasserschutz und dessen Auswirkungen auf weitere Bebauungsvorhaben in der Gemeinde. Doch an den festgelegten Überschwemmungsgebieten ist laut Steinmetz nur schwer zu rütteln. Außerdem sprachen die Bürger über fehlende Parkmöglichkeiten beispielsweise rund ums Gesundheitszentrum und forderten mehr Mitsprache beim Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“. (Christina Zapf)

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