Den Jugendlichen ein Ohr schenken

Britta Olesin ist die neue Jugendpflegerin in Wabern

Die Rolling-Stone-Zunge an der Wand stammt von einem ihrer Vorgänger und ist für die neue Jugendpflegerin Britta Olesin Teil der Jugendtreffgeschichte.
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Die Rolling-Stone-Zunge an der Wand stammt von einem ihrer Vorgänger und ist für die neue Jugendpflegerin Britta Olesin Teil der Jugendtreffgeschichte.

Britta Olesin ist die neue Jugendpflegerin in Wabern. Für die Zukunft der jungen Menschen in der Gemeinde hat sie bereits zahlreiche Ideen.

Wabern – Sie fühlt sich schon jetzt pudelwohl in ihrer neuen Wirkungsstätte als Jugendpflegerin und strahlt mit der kunterbunten Farbe im Waberner Jugendtreff förmlich um die Wette. „Es ist fast schon ein bisschen zu bunt“, sagt Britta Olesin schmunzelnd und blickt zwischen den grün, blau, gelb und rot gestrichenen Wänden hin und her. „Wir sind hier aber auch im Kreativraum, da muss das so sein“, sagt sie und freut sich über diese ganz spezielle Atmosphäre, wie nur Jugendtreffs sie haben können.

Die riesige Rolling-Stones-Zunge, die eine der Wände im Nachbarzimmer ziert und von einem ihrer Vorgänger hinterlassen wurde, zähle da ebenso zu , sie soll auf jeden Fall bleiben. „Jeder Pinselstrich ist doch Teil der Geschichte des Jugendtreffs“, findet die gelernte Erzieherin, die bis zu ihrem Start als neue Jugendpflegerin der Gemeinde Wabern im Frühsommer in einer Einrichtung für Menschen mit Beeinträchtigung gearbeitet hat und sich nun anschickt, ihr eigenes Kapitel dieser Geschichte zu schreiben, allerdings nicht allein.

„Die Hauptpersonen werden hier immer die Jugendlichen sein“, sagt die Mutter einer Tochter und kann es gar nicht abwarten, endlich richtig loszulegen. „Für die Zukunft der Jugendpflege wünsche mir, erst einmal mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten, um zu erfahren, was sie bewegt und was wir gemeinsam alles umsetzen können.“ Coronabedingt, wie überall, habe sie bislang nämlich noch nicht allzu viel anbieten, doch aber schon einiges anschieben und vorbereiten können.

„Es fühlt sich ein wenig an wie die Ruhe vor dem Sturm“, sagt die gebürtige Wabernerin und berichtet von einem ersten Projekt, dem Online-Bastel-Treffen, aus dem sich schon eine Mädchengruppe entwickelt habe. „Noch treffen sich die Mitglieder einmal wöchentlich online, wir hoffen aber, dass das Ganze bald offline stattfinden kann.“

Die Räume in der Ziegenhainer Straße wieder mit Leben zu füllen, sei das erste große Ziel, sagt die 35-Jährige und preist die vielen Möglichkeiten an, die der Waberner Jugendtreff bereithält. Von Billard über Tischfußball bis hin zu Dart sei dort vieles möglich, natürlich könne man auch einfach so vorbeikommen, und sei es nur, um das Haus als Wohlfühlort zu nutzen. Optimistisch zeigt sich die Neue hinsichtlich der zweiwöchigen Sommerferienspiele: „Ich will viel draußen im Freien anbieten, auch Kreatives, und darauf freue ich mich sehr, denn es wird eine wunderbare Gelegenheit werden, die Jugendlichen richtig kennenlernen.“ Ist das erst einmal geschafft, hat Olesin durchaus auch Ernsteres im Visier, Aufklärungsarbeit rund um das Thema Rassismus etwa. Priorität habe aber nun erst einmal, überhaupt richtig loszulegen und neue Angebote aufzubauen, damit sich auch die Jugendlichen nach der Coronapause hier schnell wieder so wohl fühlen, wie Britta Olesin es schon jetzt tut. (Sascha Hoffmann)

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