Geschichts- und Kulturkreis Wabern wird 20 Jahre alt

Die Spurensucher feiern Geburtstag

 Von links Rainer Kumaus, Roland Schippany, Vorsitzender Manfred Uchtmann, Dr. Helmut Hennighausen und Bettina Mangold
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Geschichts- und Kulturkreis Wabern: Der Vorstand freut sich auf zwei Konzerte im Rathauspark. Von links Rainer Kumaus, Roland Schippany, Vorsitzender Manfred Uchtmann, Dr. Helmut Hennighausen und Bettina Mangold

Wabern – Mit zwei Konzerten und viel guter Laune feiert der Waberner Geschichts- und Kulturkreis am zweiten Juliwochenende sein 20. Bestehen. Jedes alte Gebäude hat eine Geschichte, doch selten wissen die Bewohner, was ihr Haus schon alles erlebt hat. Vor zwei Jahrzehnten hatten sich Manfred Uchtmann und Rainer Kumaus sowie zehn weitere Heimatforscher aus Wabern auf Spurensuche begeben.

Mit Hilfe von Fotos und Erzählungen begannen sie die Geschichten von Waberner Häusern und ihren Bewohnern aufzuarbeiten. Die Ergebnisse wurden in Form eines ersten Kalenders 2000 präsentiert – es sollten bis jetzt 21 weitere folgen. 2001 wurde dann der Geschichtskreis Wabern gegründet.

Vorträge und jährliche Ausstellungen mit der Präsentation des jeweiligen Heimatkalenders ließen die Mitgliederzahlen stetig steigen, 2006 waren es 54 Waberner, die sich im Verein engagierten.

In der Jahreshauptversammlung 2014 wurde der Name des Geschichtskreises in „Geschichts- und Kulturkreis“ verändert, da der Verein bereits Kulturveranstaltungen anbot und die Vereinssatzung eine solche Aufgabe auch vorsah: „Kultur und Geschichte passen gut zusammen, denn Geschichte wird wesentlich über Kultur vermittelt“, sagt Vorsitzender Manfred Uchtmann. Der Verein versprach sich mit einer Erweiterung des Namens auf „Kultur’’ einen Zulauf von Mitgliedern – und die Prognose sollte sich erfüllen.

Im Jahr 2020 meldete der Vorstand insgesamt 170 Mitglieder. In den vergangenen 20 Jahren hat der Verein die Lokalgeschichte aufgearbeitet und bewahrt und die Kulturlandschaft in Wabern bereichert.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Neben den Heimatkalendern gibt es Ausstellungen, Vorträge und Neujahrsempfänge mit einem interessanten Kulturprogramm. Unvergessen ist auch das Holzbildhauer-Symposium mit 13 Holzschnitz-Schülern aus Berchtesgaden im Jahr 2015. Die Skulpturen, die dabei entstanden, wurden im Dorf – sowie in Harle als auch in Uttershausen – zu einem Erinnerungspfad zusammengefasst.

Schließlich kann der Verein sich damit rühmen, dass er die Skulptur „Zuckerrübe“ vor dem Rathaus und die Skulptur „Marktfrau“ am Bahnhof aufgestellt hat. Das jüngste Projekt, die Boulebahn hinter dem Rathaus, erfreut sich größter Beliebtheit.   Von Claudia Brandau

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