Ehrenamtliche bringen in Wabern Asylbewerber und Bürger zusammen

Flüchtlinge in Wabern: Eine Anlaufstelle für alle

Sie haben noch einiges vor: Die Mitglieder des Runden Tisches möchten in Wabern eine gute Gemeinschaft zwischen den Alt- und den Neubürgern schaffen. Foto: Laumann

Wabern. Flüchtlinge sind keine Fremden. Es sind Menschen, die Hilfe brauchen. Nach diesem Motto haben sich in Wabern Ehrenamtliche zusammengeschlossen.

Gemeinsam stellen sie Angebote auf die Beine, um die etwa 50 Asylbewerber im Ort zu unterstützen. Das hat der Runde Tisch, bestehend aus Verwaltungsmitarbeitern, Kirchenvertretern, Engagement-Lotsen und interessierten Bürgern, vor:

Deutschunterricht 

„Deutsch zu lernen, ist für die Leute das Wichtigste“, sagt Alexandra Vogt-Schulz, Projektleiterin Integration bei der Gemeinde Wabern. Fünf Ehrenamtliche, darunter Bürgermeister Günter Jung, möchten die Asylbewerber unterrichten. „Wir sind aber keine Pädagogen“, sagt Jung. Er und die anderen bräuchten Unterstützung, die passenden Materialien zu finden. „Eine didaktische Mindestschulung wäre gut“, erklärt Jung und hofft, dass Lehrer eine Einführung geben könnten. Interessierte können sich im Rathaus, Tel. 05683/50090, melden.

Kontakte zu Vereinen 

Eine Arbeitsgruppe knüpft Kontakte zu Vereinen, in denen die Asylbewerber Anschluss finden sollen. „Es ist wichtig, dass die Asylbewerber irgendwo andocken“, betont Alexandra Vogt-Schulz. Sport und Kultur böten viele Anknüpfungspunkte. „Wenn sie Kontakte haben, lernen sie auch die Sprache“, erklärt Waberns künftiger Bürgermeister Claus Steinmetz.

Patenschaften knüpfen

Die Ehrenamtlichen möchten in Wabern einen festen Treff für Alt- und Neubürger etablieren. Jeden letzten Samstag im Monat treffen sich Interessierte ab 15 Uhr im evangelischen Gemeindehaus. Ziel ist es, darüber Patenschaften zu entwickeln. „Es wäre schön, wenn sich engagierte Leute um die Asylbewerber kümmern“, sagt Vogt-Schulz. Jeder könnte sich nach seinen Fähigkeiten einbringen. Der eine besucht seinen Partner einmal die Woche, der andere ruft zwischendurch an. „Nach und nach wollen wir die Leute zusammenbringen“, verdeutlicht die Projektleiterin Integration. Broschüre

Was findet man in Wabern wo? Wer ist für welches Anliegen der richtige Ansprechpartner? Und was sind die wichtigsten Daten und Fakten zur Gemeinde? Diese und weitere Fragen sollen in einer Broschüre beantwortet werden, die der Arbeitskreis Willkommenskultur auflegen möchte. Sie soll mindestens zweisprachig erscheinen: auf Deutsch und Englisch. Welche dritte Sprache folgt, ist derzeit noch unklar.

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