Band Dikanda  trat in Wabern auf

Die Energie eines Vulkans

Energievoll: Sängerin Anita Witczak von der Band Dikanda beim Konzert im Kulturbahnhof Wabern. Alle Fotos : Birgit Picht

Wabern – Wie beschreibt man ein Konzert, dass sich eigentlich nicht beschreiben lässt? Der Auftritt der Band Dikanda am Samstagabend im Waberner Kulturbahnhof lässt sich keiner bestimmten Musikrichtung zuzuordnen.

Zu breit ist die Spanne, die die fünf Musiker rund um Frontfrau Anita Witczak ziehen, zu außergewöhnlich die Effekte und Interpretationen.

Slawisch-rhythmische Stücke motivierten von Anfang an die Zuschauer im stylishen Kulturbahnhof zu verlassen und zu tanzen – und das blieb bis zum Schluss so. Und doch lässt sich der Auftritt bei Weitem nicht auf melancholisch-slawisch-orientalische Beats reduzieren, denn jeder Titel brachte neue Facetten der professionellen Musiker ans Licht.

Großartiges Können, zum Teil an der berühmtesten Jazz-Akademie Polens in Kattowitz erworben, überraschte die Zuhörer immer wieder. Wenn Dominik Bienczycki mit seiner Geige das schwebend klingende Stück Kori anführt, fühlt es sich an, als ob man mit dem Segelflugzeug über weite Täler fliegt. Doch diese Ruhe bleibt nicht lange, denn schon wird man mit spanischen Gitarrenklängen von Piotr Rejdak und dem Tanz der Powerfrau Anita Witczak wieder mitgerissen. „Diese Frau ist wie ein Vulkan“, strahlte Besucherin Maria Kappes-Tucholke, die aus Kirchhain zum Konzert angereist war.

Auch für Bürgermeister Claus Steinmetz war Dikanda ein absolutes Highlight in der Gesichte der Kulturwoche. „Dikanda macht Welt-Musik!“, sagte er und bedankte sich bei Band und Organisatoren Andreas und Ewa Köthe. Dafür bekam er zum Vergnügen des Publikums ein Küsschen von Anita Witczak.

In einem Dikanda-Liedtext heißt es, es ist gut, wenn du auf Reisen Blumen auf deinen Weg streust, denn dann findet dich jemand – sei es dein Bruder, deine Schwester, ein Freund oder deine Liebe.

Dikanda hat am Samstagabend viele musikalische Blumen verschenkt und sicher viele Freunde unter den gut 100 Gästen im Kulturbahnhof gefunden.

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