Gemeinde stellt Förderantrag für Anbindung an die B 254

Entlastung für Anwohner am Bahnhof Wabern

Er ist ein stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt: Der Bahnhof Wabern. Der innerörtliche Verkehr soll nun durch eine direkte Anbindung an die B 254 entlastet werden.
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Er ist ein stark frequentierter Verkehrsknotenpunkt: Der Bahnhof Wabern. Der innerörtliche Verkehr soll nun durch eine direkte Anbindung an die B 254 entlastet werden.

Wabern – Zehn Jahre lang schlummerten die Skizzen in der Schublade, nun könnten sie tatsächlich konkret werden: Es geht um eine direkte Anbindung des Waberner Bahnhofs an die Bundesstraße 254 – die soll den innerörtlichen Verkehr entlasten. Das war das Topthema der ersten Sitzung der Waberner Gemeindevertreter nach der Kommunalwahl. Die Mehrheit der Parlamentarier sprach sich gegen die Stimmen der CDU dafür aus, einen Förderantrag zu stellen.

Anders als in den Jahren zuvor sei eine solche Förderung für eine Verbindungsstraße vom Waberner Bahnhof zur B 254 vom Land Hessen in Aussicht gestellt worden, so Bürgermeister Claus Steinmetz.

Nach Angaben von Hessen Mobil könne ab dem Jahr 2023 mit einer Förderung von 65 Prozent gerechnet werden. Ohne, dass die genaue Trasse bereits fest liege, sei nach Auskunft von Hessen Mobil mit Gesamtausgaben von rund 1,5 Millionen Euro zu rechnen – 1,2 Millionen Euro Baukosten, 240 000 Euro (20 Prozent) für die Planung und rund 100 000 Euro für den Grunderwerb.

Nach Abzug der Förderung hätte die Gemeinde Wabern demnach noch einen Eigenanteil von rund 500 000 Euro zu tragen.

Der Verkehr durch die Pendler, aber vor allem auch Lastwagen, zur immer häufigeren Holzverladung am Bahnhof wurde von den Sitzungsmitgliedern einhellig als Problem angesehen. Für den Bau einer neuen Verbindungsstraße zur B 254 spreche, dass damit vor allem die Bahnhofstraße entlastet werden könne, so André Buss (SPD), Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses.

Auch Jochen Ritter (FWG) sah es als notwendig an, die Bahnhofstraße und weitere Zufahrtsstraßen zum Bahnhof zu entlasten und damit die Wohnqualität im Ortskern zu verbessern: „Wir sind nicht Herr im Hause bei diesen Straßen.“ Die Erfahrung habe gezeigt, dass Tempolimits bei den Verkehrsbehörden kaum durchzubringen seien. „Wir müssen uns andere Wege überlegen, um den Verkehr zu regeln.“ Ziel müsse es jedoch sein, dabei so wenig Fläche wie möglich zu verbrauchen.

Wie Volker Meyfarth (FDP) bezweifelte auch Peter Schlombs (CDU), dass die Kosten für den Straßenbau in dem gesteckten Rahmen bleiben könnten.

Dagegen spreche auch ein erneuter Verbrauch an Fläche, der in Wabern bereits jetzt schon mit 1264 Quadratmetern Siedlungs- und Verkehrsfläche pro Einwohner über dem Kreisdurchschnitt (1067 Quadratmeter) liege, argumentierte Peter Schlombs.

Auch würden Busse wegen der vorhandenen Haltestellen weiterhin die Bahnhofstraße passieren müssen, argumentierte die CDU. (Kerstin Diehl)

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