150 Zuhörer in der Mehrzweckhalle

Infoabend: Flüchtlingshilfe soll auf viele Schultern verteilt werden

+
Volles Haus in Wabern: 150 Zuhörer waren zur Bürgerversammlung in die Mehrzweckhalle gekommen, um sich über die Flüchtlingshilfe in der Gemeinde zu informieren. 

Wabern. Informieren und aufklären, bevor Missverständnisse und Gerüchte entstehen. Darum ging es bei einer Bürgerversammlung in der Waberner Mehrzweckhalle am Dienstagabend. 

Vertreter von Gemeinde, Landkreis und dem ehrenamtlichen Runden Tisch sprachen vor 150 Zuhörern über den Stand der Flüchtlingshilfe in Wabern.

„Es ist eine große Aufgabe. Sie ist handhabbar. Aber nur, weil wir viele Ehrenamtliche haben“, sagte Andreas Schnücker, Koordinator der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe im Kreis. Bürgermeister Claus Steinmetz bedankte sich bei den Helfern. „Was hier gesellschaftlich geleistet wird, ist nicht hoch genug anzuerkennen“. Er sehe aber die Gefahr der Überlastung. Es sei wichtig, die Aufgaben auf viele Schultern zu verteilen. „Wir schaffen das, aber wir müssen das gemeinsam angehen.“

70 Flüchtlinge aus Somalia, Eritrea, Albanien, Pakistan und Syrien leben derzeit in Wabern. Sie sind laut Steinmetz in Wabern, Unshausen, Hebel und Zennern in „guten Wohnungen“ untergebracht. Dort gebe es auch eine Nachbarschaft, die den Flüchtlingen im Alltag zur Seite stehe. Wie viele Flüchlinge noch nach Wabern kommen, sei unklar. Die Gemeinde sei bestrebt, die Asylsuchenden in Wohnungen unterzubringen. „Das ist dauerhaft die beste Möglichkeit“, betonte Steinmetz. Wabern habe noch entsprechende Reserven. Steinmetz sprach von drei, vier Häusern und sechs, sieben Wohnungen, die der Gemeinde angeboten worden seien. Es müsse noch geprüft werden, ob sich die Immobilien für die Unterbringung von Flüchtlingen eignen. Passende Angebote würden an den Landkreis weitergegeben.

Sieben Ehrenamtliche unterstützen die Flüchtlinge beim Deutschlernen. Die Gemeinde würde das Angebot gerne ausbauen. Zum einen mit weiteren Ehrenamtlichen, zum anderen mit einer Honorarkraft. „Wir möchten von montags bis freitags ein bis zwei Stunden Unterricht anbieten“, erklärt Alexandra Vogt-Schulz, Projektleiterin Integration bei der Gemeinde.

Wie gelingt die Integration? Wie sieht das Konzept der Gemeinde aus? Bürgermeister Steinmetz sprach von zwei Phasen. In der ersten befinde sich Wabern jetzt: Es kommen Flüchtlinge, die Hilfe brauchen. Ein Programm zur Integration komme in Phase zwei.

Liebe Nutzer, anders als die meisten Artikel auf HNA.de können Sie diesen Text nicht kommentieren. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene und beleidigende Beiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Deshalb können Sie nur ausgewählte Artikel zu diesem Thema kommentieren. Wir bitten um Verständnis.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.