Nabu bittet um Hinweise

Fotos: Die Spuren der Biber in der Schwalm

Eindeutig: An diesem Baum an der Schwalm war der Biber am Werk. Foto: Jung/privat

Malsfeld/Wabern. Die Spuren des Bibers, der in der Schwalm irgendwo bei Wabern lebt, sind unübersehbar.

Bürgermeister Günter Jung und Unshausens Ortsvorsteher Dieter Corpataux haben der HNA Fotos zur Verfügung gestellt, die das zeigen.

Es sei schon eindrucksvoll zu sehen, wie die Biber in kurzer Zeit einen Baum fällen könnten, sagte Jung. Der Waberner Vertreter habe aber wohl als Baumeister noch Nachholbedarf, denn seine Bäume seien immer mal wieder nicht ins Wasser, sondern aufs Ufer gefallen. Die Biber würden die Rinde fressen, das Holz selbst bleibe als Späne liegen.

Jung hat unter anderem den Eingang eines Tunnels fotografiert, durch den der Biber unterirdisch direkt ins Wasser gelangen kann. Die Burg des Bibers hingegen liege immer oberhalb der Wasserlinie, sagte Jung.

Der Naturschutzbund (Nabu) Schwalm-Eder weist darauf hin, dass das Revier des Bibers sich auf lediglich 30 Meter beidseitig eines Gewässers erstrecke. Der Nager sei ein Baumeister, der begradigte und bebaute Ufer auf natürliche Weise wieder renaturiere.

Er schaffe natürliche Auenlandschaften und erhöhe die Artenvielfalt für Amphibien und Insekten, die dann als Nahrungsquelle für Vögel dienten.

Der Nabu bittet darum, weitere Bibersichtungen zu melden: Nabu Hessen, Friedensstraße 26, 35578 Wetzlar, Tel. 0 64 41/67 90 40, info@nabuhessen.de; Homberg: Tel. 05681/9392171.

Der Verband bietet außerdem eine Wanderung zu den Fulda-Bibern an. Am Sonntag, 1. März, um 13.30 Uhr beginnt die Exkursion am Parkplatz am Sand in Melsungen. (ode)

Kontakt: Gerd Teigeler, Tel. 05661/925879.

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