Zum 825. Geburtstag des Dorfes

Neues Buch: Günther Döring hat Familiengeschichten der Zennerner erforscht

+
Viel Arbeit für sein Zennern: Günther Döring hat sich mit den Familiengeschichten im Ort beschäftigt. Jetzt ist sein Buch fertig. 

Zennern. Irgendwann fragt jeder nach seinen Vorfahren,  Tanten, Großeltern und Urgroßeltern. Bei Günther Döring war das vor 37 Jahren. Er begann die Familie seines Urgroßvaters zu erforschen.

Er begann die Familie seines Urgroßvaters zu erforschen. „Elf seiner Geschwister sind groß geworden. Zehn davon konnte ich finden“, sagt der 71-Jährige. „Ich wollte wissen, wo sie alle abgeblieben sind.“

Döring forschte weiter, längst über die eigene Familie hinaus. Er sammelte Zahlen und Fakten über ganz Zennern. Jetzt legt der Rentner – passend zum 825. Geburtstag des Waberner Ortsteils – ein Ortsfamilienbuch vor. Es wird beim Dorfabend am Samstag, 21. Juli, vorgestellt.

Von 1600 bis 2017

600 Seiten ist das Buch dick. Dort sind alle Geburten, Heiraten und Sterbefälle von 1600 bis 2017 nach Familien geordnet aufgeführt. Vorbild war das Ortssippenbuch aus Wettesingen (Landkreis Kassel). Döring hat das Schema übernommen und Angaben zu den Paten ergänzt. „Für Ahnenforscher und andere Interessierte ist das eine Fundgrube“, schreibt Döring in seinem Vorwort.

Bis zum fertigen Buch war es ein langer Weg. Döring hat ungezählte Stunden am Schreibtisch und in Archiven verbracht. Er durchforstete Kirchenbücher, Personenstandsbücher der hessischen Standesämter und wurde auch auf der Internetseite www.familysearch.org fündig. Im Internet konnte er den Verbleib und die Nachkommen vieler ehemaliger Einwohner, die nach Nordamerika ausgewandert waren, nachvollziehen.

Auch Familien von Vertriebenen

Es war Döring besonders wichtig, auch die Familien zu erforschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Vertriebene nach Zennern gekommen waren. Er habe so viele Informationen wie möglich von den Vorfahren und Nachkommen aufgezeichnet, damit sie nicht verloren gehen. „Nur wenige Familien konnten bei ihrer Vertreibung oder Flucht aus ihrer Heimat Unterlagen mitnehmen“, erklärt Döring. Auch seien im Zweiten Weltkrieg viele Kirchenbücher und andere Aufzeichnungen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten verloren gegangen.

Döring habe bei seinen Recherchen „tolle Gespräche“ mit den Familien und Nachfahren geführt. Auch wenn viele längst nicht mehr in Zennern leben – sie empfinden den Waberner Ortsteil als ihr Zuhause. Sie sind hier zur Schule gegangen, wurden konfirmiert. Zu Zennern haben sie immer noch eine Bindung.

Das Ortsfamilienbuch für Zennern ist in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen. Es ist ab Samstag, 21. Juli, bei der Gemeinde Wabern und bei Günther Döring, Lange Straße 26a, in Zennern erhältlich. Preis: 20 Euro.

Termin: Dorfabend zum Auftakt der 825-Jahrfeier. Beginn 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Zennern.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.