Viele Ehrenamtliche geehrt

Ein Herz für Wabern: Bürgermeister Claus Steinmetz ist vereidigt

Wurde am Donnerstagabend in Wabern vereidigt: Bürgermeister Claus Steinmetz. Auf dem Foto ist er mit seiner Frau Birgit zu sehen.
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Wurde am Donnerstagabend in Wabern vereidigt: Bürgermeister Claus Steinmetz. Auf dem Foto ist er mit seiner Frau Birgit zu sehen.

Die Waberner Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend war mehr als nur eine kommunalpolitische Zusammenkunft. Sie glich eher einem Festakt, denn schließlich gab es einiges zu feiern.

Der Bürgermeister Claus Steinmetz, der am 14. März wiedergewählt worden war, wurde vereidigt. Er wird ab Oktober offiziell seine neue Amtszeit als Rathauschef antreten.

Außerdem haben fünf Ehrenamtliche eine Urkunde für ihr Engagement erhalten.

Der jahrzehntelange Einsatz für die Rübengemeinde und ihre Ortsteile eint die Geehrten. Sie alle haben zahlreiche Herausforderungen bewältigt und am Donnerstag auf Waberns Geschichte zurückgeblickt. So auch Bürgermeister Steinmetz.

Der Verbleib des ICE-Haltepunktes am Bahnhof in Wabern sei eines der zentralen Themen gewesen, das ihn sowie viele Haupt- und Ehrenamtliche beschäftigt habe. „Dass wir das geschafft haben, ist für unsere Gemeinde ganz wichtig.“ Außerdem legte Steinmetz den Fokus auf die ärztliche Versorgung, die vor allem in der Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen habe: der Bau des Gesundheitszentrums und der Einsatz des Waberner Hausarztes Dr. Philipp Klapsing seien außerordentlich. Das bestätigte auch der Erste Kreisbeigeordnete Jürgen Kaufmann.

Erhielten eine Ehrenurkunde: von links Dieter Corpataux, Günter Quanz, Reiner Kempin, Helmut Momberg und Hartmut Blum.

Waberns speziellen Herausforderungen als Hochwassergebiet, die Flüchtlingswelle zu Beginn seiner Amtszeit im Jahr 2015 – Steinmetz fielen einige Dinge ein, bei denen „wir Hauptamtlichen ohne die Ehrenamtlichen verloren gewesen wären.“

In Zukunft gelte es unter anderem Konzepte zu erarbeiten, wie die Gemeinde den Eltern genügend Kita-Plätze bieten könnte und wie die Ortskerne zum Beispiel in puncto Wohnbebauung gestärkt werden könnten.

Auch SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Edgar Franke sowie die Bürgermeisterkollegen Heiko Manz aus Jesberg, Dr. Philipp Rottwilm aus Neuental und Michael Köhler aus Bad Zwesten lobten den Waberner Rathauschef für seine „besonnene Art“ – auch in der interkommunalen Zusammenarbeit.

Für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhielten fünf Waberner eine Auszeichnung. Dieter Corpataux blickt auf 33 Jahre zurück, in denen er unter anderem als Gemeindevertreter, im Ortsbeirat und als Unshäuser Ortsvorsteher tätig war. Helmut Momberg (Harle) und Günter Quanz (Falkenberg) haben sich je 28 Jahre für die Gemeinde eingesetzt, beide sowohl als Gemeindevertreter als auch als Beigeordnete. Quanz war zudem Mitglied im Ortsbeirat. 24 Jahre Ehrenamt kann Reiner Kempin vorweisen, er war Ortsvorsteher in Hebel.

Hartmut Blum hat ebenfalls eine Urkunde bekommen, er wurde bereits als Ehrenbeigeordneter ausgezeichnet, dann jedoch wieder in den Gemeindevorstand zurückgeholt – eine besondere Situation. Gedankt wurde auch dem Zennerner Georg Bauer. 44 Jahre Ehrenamt als Gemeindevertreter und Ortsvorsteher zeichnen ihn aus. Er wollte jedoch keine Urkunde haben, „die Arbeit war ehrenvoll genug.“ (Daria Neu)

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