Holzbildhauer-Symposium in Wabern eröffnet

Musikalische Retrospektive: Zur offiziellen Eröffnung des Symposiums sorgten Sabine Wackernagel und Martin Lüker unter dem Motto „Cordhose mit Schlag“ für gute Laune mit ganz eigenen Interpretationen der Schlager der 70er Jahre. Foto: Eberlein

Wabern. Das Holzbildhauer-Symposium in Wabern ist am Wochenende mit Musik und vielen Gästen eröffnet worden. Die anfängliche Skepsis gegenüber des Projekts ist verflogen.

Waberns scheidender Bürgermeister Günter Jung war ehrlich: „Ich muss zugeben, ich war skeptisch, als vom Geschichtskreis die Idee geboren wurde, mehr als ein Dutzend Skulpturen entstehen zu lassen“, sagte er am Wochenende bei der Auftaktveranstaltung zum Holzbildhauer-Symposium im Kulturbahnhof Wabern. Diese Skepsis sei anhand der Beobachtungen der Werke, die bereits in der Entstehung sind, jedoch ausgeräumt.

Musikalisch-heiter und unterhaltsam geriet die Eröffnung des Bildhauer-Workshops, der bereits seit Mitte vergangener Woche läuft. Vor vollem Haus setzten nach dem offiziellen Akt die bekannten Kasseler Musiker, Sänger und Kabarettisten Sabine Wackernagel und Martin Lüker eigene Akzente. Unter dem Motto „Cordhose mit Schlag“ kramten sie auf der Bühne alte Schlager der 70er Jahre aus der musikalischen Mottenkiste und präsentierten diese - von „Babitschka“ bis „Irgendwo, allein in Mexico“ - mit ihrem ganz eigenen Charme und Witz. Die Zuschauer waren amüsiert und beklatschten die Vorträge.

Der Abend war von der Gemeinde und dem Waberner Geschichts- und Kulturkreis vorbereitet worden. Beide sind auch verantwortlich für das gesamte Holzbildhauer-Symposium, das seit dem 9. April auf dem Gelände beim Bahnhof stattfindet (wir berichteten).

Zehn Tage lang sind 13 Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Holzschnitzerei und Schreinerei Berchtesgaden am Werk. Auf dem Gelände der Firma Fröhlich entstehen verschiedene Skulpturen aus Holz, die anlässlich der 1200-Jahrfeier der Gemeinde Wabern im Jahr 2017 sowohl im Ortskern als auch in den Ortsteilen Harle und Uttershausen einen festen Platz finden werden.

Wer möchte, kann noch bis zum 18. April bei der Entstehung der Skulpturen zuschauen. Täglich von 8 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 18 Uhr wird gearbeitet. Es entstehen Figuren, die mit der Geschichte und der Kultur der Region verbunden sind, darunter die „Spitzbetzel“, die „Zuckerrüben-Frau“ und die „Wichtel“, die von den angehenden Holzbildhauern gefertigt werden. Manfred Uchtmann, Vorsitzender des Geschichts- und Kulturkreises, stellte die Entwürfe kurz vor. (zen)

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