16 der 22 Stadtteile werden inzwischen angefahren

Homberger Bürgerbus fuhr in 14 Monaten 15.000 Kilometer

+
Sie sorgen dafür, dass die Fahrgäste sicher an ihr Ziel gelangen: Das Team des Homberger Bürgerbusses um Gerhard Grebe (von links), Herbert Wassmann, Karl-Ernst Paul, Hans-Dieter Wagner, Hilmar Burkhardt, Fahrer Rolf Esser, Jana Edelmann-Rauthe und Dirk Schumacher koordinieren bis zu 20 Fahrten pro Tag.

Homberg/Wabern. 15 000 gefahrene Kilometer und 20 Fahrten pro Tag mit bis zu 15 Gästen: Das ist die Bilanz des Homberger Bürgerbusses nach 14 Monaten in der Praxis. Inzwischen werden 16 der 22 Stadtteile angefahren, sagt Organisator Dirk Schumacher.

Sie fahren ihre Nutzer zum Arzt, zum Einkaufen oder einfach nur zur besten Freundin – die Bürgerbusse in Homberg und Wabern. Bis zu 15 Gäste fahren wöchentlich in Homberg mit dem Bus. Wie in Wabern: Zwischen zehn und 15 Personen würden jede Woche den Bus nutzen, sagt Alexandra Vogt-Schulz. Um die Bedürfnisse ihrer Fahrgäste besser kennenzulernen, hat der Verein „Bürger für Homberg“ einen Fragebogen an die Nutzer geschickt. Beide Angebote wollen mehr sein als ein reiner Fahrdienst.

„Wenn jemand Hilfe beim Arztbesuch braucht, dann gehen unsere Fahrer auch mit in die Praxis“, sagt Vogt-Schulz. Die Fahrgäste des Homberger Busses schätzen dem Fragebogen zur Folge vor allem Zuverlässigkeit und Hilfsbereitschaft der Fahrer. „Wenn jemandem einfällt, dass er noch zur Bank muss, dann halten wir da noch einmal an“, sagt Jana Edelmann-Rauthe, die Fahrten mitorganisiert.

Weitere Erkenntnis der Umfrage: 94 Prozent der Fahrgäste sind weiblich, 78 Prozent der Mitfahrer über 70 Jahre alt, sagt Herbert Wassmann, der den Fragebogen ausgewertet hat. Der Großteil der Kunden nutze den Bus wöchentlich, etwa für Einkäufe und Arztbesuche. „Der Bus hat sich für viele in ihrem Wochenplan etabliert“, sagt Organisator Dirk Schumacher. Weil er aber bisher überwiegend für ältere Menschen interessant zu sein scheint, möchten die Ehrenamtlichen ein Konzept mit der Stadtjugendpflege erarbeiten, um auch Jugendliche von Ort zu Ort fahren zu können.

Zweimal wöchentlich ist der Homberger Bürgerbus unterwegs, die Fahrten sind kostenlos. Finanziert wird das Angebot über Spenden und über ein Förderprogramm. Zusätzlich werden die Werbeflächen auf dem Bus vermietet. „Mit der Werbung können wir im Jahr 7500 Euro einnehmen“, sagt Schumacher.

AlexandraVogt-Schulz

32 Ehrenamtliche des Vereins „Bürger für Homberg“ fahren und koordinieren an zwei Tagen in der Woche den Bürgerbus. Ausgeweitet werden soll das Angebot vorerst nicht, sagt Schumacher. „Um Fahrten an anderen Tagen anbieten zu können, fehlen uns die Helfer.“ In Wabern habe sich der Donnerstagvormittag als Fahrtag etabliert, auch hier werde der Bus hauptsächlich von Senioren in Anspruch genommen. Aber auch junge Mütter, die einen Großeinkauf erledigen müssten, melden sich bei Vogt-Schulz. „Unser Angebot ist hauptsächlich auf Bedürftigkeit angelegt“, sagt sie. Zehn Ehrenamtliche unterstützen denjenigen, der dort seinen Bundesfreiwilligen-Dienst leistet und für den Fahrdienst zuständig ist. „So können wir die Fahrten auch individuell planen“, sagt Vogt-Schulz abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.