Muslimische Gemeinde Wabern lud zu Diskussion ein

Islam wird von Terroristen missbraucht

Wabern. Die Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde in Wabern möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen. Sie möchte aufklären, Missverständnisse aus den Weg räumen und Freundschaften aufbauen – über Religionsgrenzen hinweg.

Khalid Mahmood machen islamistische Anschläge, Terror und Gewalt traurig. Er versteht nicht, warum diese Attentäter den Islam benutzen anstatt ihn richtig zu praktizieren. „Denn Islam heißt Frieden, der Islam lehrt Frieden“, ist der Vorsitzende der Ahmadiyya Muslim Jamaat-Gemeinde in Wabern überzeugt. Daher öffnet er die Moschee. Er möchte mit den Menschen ins Gespräch kommen. Er möchte aufklären, Missverständnisse aus den Weg räumen und Freundschaften aufbauen – über Religionsgrenzen hinweg.

So wie am Dienstag. Die Gemeinde hatte zu einem Vortrag und Gespräch eingeladen – doch neben einigen Gemeindemitgliedern kamen nur eine Handvoll Interessierte. Zu Gast war Afaq Ahmad. Der Imam und islamische Theologe stellte fünf Fragen und Antworten aus dem Buch „Die Philosophie der Lehren des Islam“ von Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad (as) vor. Das Buch geht auf einen Vortrag zurück, den der Messias und Gründer der Ahmadiyya-Gemeinde im Jahr 1896 gehalten hat.

Der Sinn des Lebens

Es ging unter anderem um den Sinn des Lebens. Der Mensch sei erschaffen, um Gott zu erkennen und sich ihm vollkommen zu widmen. Doch der Mensch verfalle gelegentlich den Trieben. Er bemühe sich dann wieder, zeige Reue. „Er schwankt von einem Zustand zum anderen“, verdeutlichte Ahmad.

Der Iman verwies auf die drei Stufen der Besserung. Auf der ersten Stufe handele es sich um die unwissenden Wilden, denen man die elementaren sozialen Werte in Bezug auf Essen und Trinken beibringt und sie auf die Stufe der zivilisierten Menschen hebt.

Auf der zweiten Stufe lerne der Mensch den Anstand und die trefflichen moralischen Eigenschaften. Auf der dritten Stufe stehe die Hebung des spirituellen Zustandes. Wer die Tugenden erlangt habe, solle einen Vorgeschmack der Liebe zu Gott und der Begegnung mit ihm kosten.

Rubriklistenbild: © Anke Laumann

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