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Krieg in der Ukraine: Kinder in Falkenberg sammeln Spenden

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Von: Christina Zapf

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Haben im Ort Spenden gesammelt: von links hinten Tamara Momberg (6), Emily Petri (9), Enya Marie Desort (9), Anna Emia Likeit (7), Axel Ermke, Sophie Clara Likeit (8), Ruben Leven Göbel (9) vorne in der Hocke Selena Sophie Momberg (9), Elyana Amia Göbel (11), Fabian Noack (7) und Josef Klingelhöfer (10).
Haben im Ort Spenden gesammelt: von links hinten Tamara Momberg (6), Emily Petri (9), Enya Marie Desort (9), Anna Emia Likeit (7), Axel Ermke, Sophie Clara Likeit (8), Ruben Leven Göbel (9) vorne in der Hocke Selena Sophie Momberg (9), Elyana Amia Göbel (11), Fabian Noack (7) und Josef Klingelhöfer (10). © Christina Zapf

Kinder in Falkenberg haben Spielzeug, Blumentöpfe, selbst gebackene Kekse und Muffins, Dekoartikel und bemalte Steine verkauft, um Spenden für die Ukraine zu sammeln.

Falkenberg – Der Krieg in der Ukraine dauert weiter an und auch viele Kinder beschäftigen die schrecklichen Bilder von Zerstörung und von vor den russischen Angriffen fliehenden Menschen. Jungen und Mädchen in Falkenberg sind nun aktiv geworden und haben im Ort Spenden gesammelt, die Menschen in der Ukraine zugutekommen sollen.

Selena Sophie Momberg (9), Tamara Momberg (6), Emily Petri (9), Enya Marie Desort (9), Anna Emia Likeit (7), Elyana Amia Göbel (11), Sophie Clara Likeit (8), Ruben Leven Göbel (9) und Josef Klingelhöfer (10) haben Spielzeug, das sie nicht mehr brauchen, Blumentöpfe, selbst gebackene Kekse und Muffins, Dekoartikel und Steine verkauft. Dafür sind sie durchs Dorf gezogen oder haben einen Stand an der Straße errichtet. „50 Cent für einen Keks“, sagt Selena Sophie Momberg zu einem Interessierten.

Kinder in Falkenberg sammeln Spenden für Ukrainer

Wie die anderen Kinder ist sie eifrig bei der Sache, wenn es darum geht, Spenden für die vom Krieg gebeutelten Ukrainer zu sammeln. Die Bilanz: Fast 200 Euro haben die neun Kinder zwischen sechs und elf Jahren eingenommen. „Uns war langweilig und dann hatten wir die Idee“, sagt Ruben Leven Göbel über den Ursprung der Aktion.

Fabian Noack hat den schier unendlich wirkenden Fundus an schön bemalten Steinen geplündert, den seine 22-jährige Schwester Sarah Noack angelegt hat. Der Siebenjährige hat zwischen 20 und 30 dieser Steine an die Menschen in seiner Nachbarschaft gegen eine kleine Spende abgegeben. Zwischen zwei und zehn Euro machten die Falkenberger für einen der besonderen Steine locker.

Fabian Noack aus Falkenberg hat bemalte Steine gegen Spenden abgegeben

Mit dem Bollerwagen ist Fabian Noack nachmittags nach der Schule von Tür zu Tür gegangen. Das möchte er noch mal wiederholen. 105 Euro hat der Siebenjährige mit seinem Einsatz gesammelt. „Die Leute fanden es gut“, sagt er.

Die Spenden, sowohl die 105 Euro von Fabian Noack, als auch die rund 200 Euro der anderen Kinder, bekommt Axel Ermke, ebenfalls aus Falkenberg. Der Rentner engagiert sich beim Arbeitskreis Perspektivforum Behinderung das zur Deutschen Evangelischen Allianz gehört.

Diese wiederum arbeitet mit dem Verein „Hoffnung für Dich“ zusammen. Letzterer hilft auf Schloss Falkenberg drogenabhängigen Männern zwischen dem 18. und 40. Lebensjahr.

66-Jähriger aus Falkenberg holt Menschen aus der Ukraine und bringt sie in Sicherheit

Der 66-Jährige ist jetzt zum wiederholten Mal in die Ukraine gefahren. Dort holt er mit einem Bus körperbehinderte Menschen und ihre pflegenden Angehörigen aus der Kriegshölle und bringt sie an sichere Orte in Deutschland, in den Niederlanden oder wie dieses Mal, in Kroatien. Insgesamt 200 Menschen haben er und weitere Helfer bereits seit Kriegsbeginn evakuiert.

Sieben Tage wird Ermke bei der aktuellen Tour unterwegs sein. „Wir fahren an einen nördlichen Grenzübergang, der nicht so belebt ist“, sagt er. Rund drei Kilometer hinter der ukrainischen Grenze an einem Sammelpunkt warten die 42 Menschen, die er diesmal mitnimmt. Sie sind aus allen Gegenden der Ukraine dorthin gekommen.

„Sie sitzen teilweise im Rollstuhl“, sagt Ermke. Der Bus mit Überlänge, den er fährt, hat 41 Sitzplätze und bietet Platz für sechs bis acht Rollstühle.

„Der Bus wird uns vom Verein Lichtenau zur Verfügung gestellt“, sagt der 66-Jährige. Er lob das Engagement der Falkenberger Kinder: „Ich finde toll, dass sie sich so engagiert haben. Es war ihre Idee, da war kein Erwachsener daran beteiligt“, sagt Ermke. (Christina Zapf)

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