Von Kuchen und Raketen

Die Udenbörner feierten am Wochenende eine bombastische 975-Jahrfeier

Diese Wasserbälle sorgten für einen hohen Spaßfaktor: Bei der 975 Jahrfeier Udenborn ging es um Geselligkeit und Geschicklichkeit. Beim Fest kamen alle Generationen auf ihre Kosten. Alle Fotos: Zerhau

Udenborn. Zwar war das große Fest zum 975. Geburtstag von Udenborn auf einen einzigen Tag beschränkt - aber den reizten die Bewohner des Waberner Ortsteils voll und ganz aus. Sie feierten ein super Jubiläum.

Die Männer und Frauen vom Festausschuss um die Ortsvorsteher Volker Richter und Anke Koch hatten ganze Arbeit geleistet und ein tolles Programm auf die Beine gestellt. In der Festmeile im Ort standen 20 Stände mit Handwerkskunst, Verpflegung und Vorführungen für die Besucher bereit, auch die Einwohner an der Flaniermeile, wie sie den Bereich nannten, machten mit. Für die jungen Besucher gab es eine Station mit Ponyreiten, dazu hatte die Jugendpflege Wabern Spielstationen mit Kistenstapeln und riesigen Bällen auf Wasser gestellt. Für die Erwachsenen waren die Bilderausstellung im Dorfgemeinschaftshaus interessant, ebenso die Vorführungen in der alten Schmiede.

In der dekorativen Festscheune von Familie Koch, die ihr Anwesen für die Jubiläumsfeier zur Verfügung stellten, war schon beim Scheunengottesdienst, den Pfarrer Bernt Loose gestaltete, richtig was los. Mit über 200 Gottesdienstbesuchern waren dort mehr Menschen versammelt, als Udenborn Einwohner zählt - das sind insgesamt 174.

Beim anschließenden Kaffeetrinken mussten die Festbesucher allerdings ein wenig Geduld aufbringen, so groß war der Andrang. Am Ende waren literweise Kaffee verkauft und Kuchen von über 40 großen Bachblechen. Auch die 200 Festbrote, die die Nachbarn aus Harle in ihrem Backhaus fürs Jubiläum gebacken hatten, waren schnell verkauft.

Ein glitzerndes Feuerwerk 

Die Zeit beim Kaffeetrinken nutzten die Einwohner zum Plausch mit den ehemaligen Udenbörnern, die dort aufgewachsen waren und eigens fürs Jubiläum in ihre alte Heimat zurück gekehrt waren.

975-Jahrfeier in Udenborn

Kurz und bündig ging es zuvor beim offiziellen Festakt zu. Ortsvorsteher Volker Richter hatte die Begrüßung übernommen und einen kurzen Einblick in die Ortsgeschichte gegeben. Bürgermeister Günter Jung hatte in Udenborn seinen letzten großen Auftritt: Er gratulierte im Namen der Gemeinde und dankte den Machern für ihre ehrenamtliche Arbeit. Gerade in den kleinen Orten sei der Zusammenhalt am stärksten, Udenborn sei das beste Beispiel dafür, sagte Landrat Winfried Becker in seinem Grußwort.

Auf dem Hof des Gutes hatte Forstwirt Jürgen Schulz aus Oberaula aus einer Udenbörner Eiche mit seinen Kettensägen eine Skulptur herausgearbeitet, die nach der Fertigstellung einen Platz vor dem Dorfgemeinschaftshaus finden soll. Den fulminanten Schlusspunkt setzten die Udenbörner dann um 23 Uhr mit einem glitzernden und krachenden Feuerwerk.

Von Peter Zerhau

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.