Kult-Disko in Wabern kehrt zurück: "Come in" öffnet im Oktober

Alles auf Anfang: Die Fundamente der Traditions-Diskothek sind zwar nach dem Feuer erhalten geblieben, sonst erinnert kaum noch etwas an die Vergangenheit des „Come in“. Im Oktober möchte Gerhard Kahl die Disko wiedereröffnen. Fotos: Zerhau

Die Disko "Come in" war über Jahrzehnte ein fester Anlaufpunkt in Wabern. Bis zum verheerenden Brand im Dezember 2013. Betreiber Gerhard Kahl hat sie nun wieder aufbauen lassen.

Gerhard Kahl ist das, was man ein Stehaufmännchen nennt. Er ist jemand, der sich nicht unterkriegen lässt. Einer, der nie aufgibt. Selbst wenn es noch so aussichtslos erscheint. So wie nach dem Feuer, das ihn über Nacht vor dem Nichts stehen ließ. Wo viele das Weite gesucht hätten, ist er geblieben und hat angepackt. „Einfach nichts zu tun, das ist nicht mein Leben. Ich habe neu angefangen“, sagt Kahl.

Über Nacht wurde Gerhard Kahls Existenz zerstört: Die Diskothek „Come in“ und das angrenzende Wohnhaus in Wabern wurden am 14. Dezember 2013ein Raub der Flammen. Archivfoto: Zerhau

Sein Neuanfang ist noch nicht ganz abgeschlossen. Eineinhalb Jahre nach dem Brand steht er in seiner künftigen Kneipe und ist zufrieden. „Hier ist später die Tanzfläche, dort kommt die Theke hin“, deutet Kahl an. Auch wenn noch nicht alles fertig ist, steht eines fest: Das alte „Come in“ wird im Grunde auch das neue sein. „Das Fundament ist erhalten geblieben“, erklärt Kahl.  Es geht an dem geschichts-trächtigen Ort weiter. Über Jahrzehnte hatte Kahls Familie an der Bahnhofstraße eine Gaststätte mit Fremdenzimmer betrieben. 1970 übernahm Fleischermeister Gerhard Kahl die Geschäfte, eröffnete die Diskothek „Come in“. Erst zwei Jahre vor dem Brand hatte er die Disko und das angrenzende Fachwerk-Wohnhaus renoviert.  An diese Vergangenheit erinnert an der Bahnhofstraße wenig. Wo einst das Wohnhaus stand, ist jetzt ein Parkplatz. Die alte Eingangstür zum „Come in“ hat Kahl wieder aufgemöbelt. Sie verbindet das Treppenhaus mit dem Gastraum. Eine Etage drüber ist alles noch im Rohbau. „Hier soll eine Gastronomie entstehen“, sagt Kahl, als er auf den Garten hinter dem Haus blickt. Welche Art von Gastronomie es werden soll, stehe noch nicht fest.

Eröffnung im Oktober 

Derzeit konzentriert sich Kahl auf die Wiedereröffnung. Im Oktober soll es unter dem Namen „Bierlokal Come in. Club, Bistro, Schickeria“ losgehen. „Ich wollte erst den Namen ändern“, erklärt Kahl. Schnell habe er diese Idee jedoch wieder verworfen. Das werde nur gemacht, wenn „Leute pleite sind oder der Besitzer wechselt“. Das „Come in“ bleibe eben das „Come in“.

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