Kulturwoche fällt aus

Kulturnacht als Trostpflaster: Künstler wollen im Waberner Rathauspark begeistern

Freuen sich auf die Kulturnacht: von links Andreas Köthe, Alexandra Vogt-Schulz und Claus Steinmetz bitten darum, eine eigene Sitzgelegenheit mitzubringen.
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Freuen sich auf die Kulturnacht: von links Andreas Köthe, Alexandra Vogt-Schulz und Claus Steinmetz bitten darum, eine eigene Sitzgelegenheit mitzubringen.

Lange hatte das Waberner Team der Kulturarbeit hin- und herüberlegt. Doch am Ende fiel schweren Herzens die verantwortungsbewusste Entscheidung: Die Kulturwoche fällt in diesem Jahr aus. Aber: „Es gibt ein Trostpflaster“, sagt Bürgermeister Claus Steinmetz.

Wabern – Wenigstens für einen Abend wolle man Besucher mit einem hochwertigen Programm verzaubern. Und zwar bei der Kulturnacht, die am Samstag, 12. September, von 17 bis 23 Uhr, im Rathauspark stattfindet.

Unter normalen Umständen verwandelt sich der Waberner Bahnhof jedes Jahr im Oktober für mehrere Tage in eine Wirkungsstätte für zahlreiche Künstler, die ihre kreativen Ideen präsentieren und Besucher in ihre Arbeit miteinbeziehen. „Es ist eine vielfältige Mischung aus Comedy, Lesung, Kabarett, Kinderkonzert, Biografischem und Infotainment“, beschreibt Alexandra Vogt-Schulz aus dem Kulturarbeitsteam.

Ein Highlight in diesem Jahr wäre der Besuch von TV-Moderator und Songwriter Reinhold Beckmann und Gitarrist Johannes Wennrich gewesen. Doch eine normale Kulturwoche in einem Jahr, das durch die Coronakrise auf den Kopf gestellt ist? Laut Bürgermeister Claus Steinmetz ist dies mit Blick auf die steigenden Fallzahlen nicht möglich. Auch wenn es wehtue. Die gute Nachricht: „Alle Umbuchungen analog dieses Jahres konnten in den Herbst 2021 übertragen werden.“

Um zumindest einen Teil der so besonderen Atmosphäre zu erzeugen, haben viele Waberner Kulturschaffende also am kommenden Samstag ein Bühnenprogramm auf die Beine gestellt. Mit dabei ist unter anderem auch Andreas Köthe, der gemeinsam mit seiner Partnerin Ewa Parna das Duo Blue bildet und das Publikum mit außergewöhnlicher Stimme und Klavierspiel in seinen Bann ziehen will.

„Die Kultur lebt eigentlich von ihrer Unbeschwertheit“, sagt der Waberner Künstler. Veranstaltungen nur um der Veranstaltung Willen durchzuziehen, davon sei er daher kein Fan. Die Kulturnacht sei daher die richtige Entscheidung und eine tolle Alternative zur Kulturwoche. Die große Hoffnung aller Künstler liege auf dem Jahr 2021. „Das ist unser Strohhalm.“ Kultur sei ein Ausgleich, ein Ventil und daher gesellschaftlich von Bedeutung.

Damit die Sicherheit aller Besucher in Coronazeiten gewährleistet ist, soll sich jeder Besucher eine Decke oder einen Klappstuhl mitbringen und sich mit Abstand im Rathauspark Platz nehmen. Der Eintritt ist frei, ein ausgefülltes Datenerhebungsblatt muss am Eingang abgegeben werden. Es gilt Maskenpflicht abseits des eigenen Platzes. Außerdem stehen Desinfektionsmittel bereit. (Daria Neu)

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