Kurze Kampagne: Fabrik verarbeitete 400.000 Tonnen Rüben

Wabern. Die Kampagne der Zuckerfabrik Wabern ist beendet. Am Wochenende wurden dort die letzten Rüben für dieses Jahr verarbeitet. Mit 70 Tagen ist die Kampagne kürzer ausgefallen als im vergangenen Jahr.

2014 wurde bis kurz nach Weihnachten Zucker produziert. „Gemessen an den Bedingungen in diesem Jahr können wir sehr zufrieden sein“, sagte Peter Fecke, Leiter der Rübenabteilung. In dem Südzucker-Werk Wabern wurden mehr als 400.000 Tonnen Zuckerrüben verarbeitet.

Für die verkürzte Kampagne gibt es drei Gründe. Der erste sind die regional unterschiedlichen Erträge. Der Ertrag lag im Schnitt bei 72,5 Tonnen pro Hektar. Über dem Durchschnitt liegt die Ernte rund um Wabern. Dort wurden 77 Tonnen pro Hektar erzielt. Es gab aber auch Regionen, in denen die Zuckerrüben unter der Trockenheit gelitten hätten.

Der zweite Grund liegt in der Beschränkung der Flächen. Die Landwirte haben weniger angebaut, weil sie nach dem hohen Ertrag des Vorjahrs Rübenmengen, die über ihr Lieferkontingent hinausgegangen waren, auf dieses Jahr übertragen hatten. Als Konsequenz sind zehn Prozent der Anbauflächen weggefallen. Der dritte Grund liegt in den Ertragszahlen im Westen Thüringens sowie in Franken. Bei hohen Erträgen beliefern die Landwirte aus diesen Regionen nicht nur die nächstgelegenen Südzucker-Werke in Zeitz und Ochsenfurt, sondern auch das Waberner Werk. Dieses Jahr ist die Ernte dort aber geringer ausgefallen. Die Rüben wurden daher in Zeitz und Ochsenfurt benötigt.

„Wir hatten trotz der Trockenheit eine gute durchschnittliche Ernte“, sagte Georg Koch. Der Vorsitzende des Verbandes der Zuckerrübenanbauer Kassel ist froh, dass die Ernte, die Anlieferung der Rüben und die Aussaat des Winterweizens reibungslos geklappt hat.

Rubriklistenbild: © dpa

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