Verfahren vor Amtsgericht in Fritzlar

Mann schlug Nachbarn auf Feldweg bei Wabern - Gericht schloss Vergleich

Wabern/Fritzlar. Wegen des Verdachts der Körperverletzung und Sachbeschädigung musste sich am Dienstag ein 51-Jähriger aus dem Landkreis vor dem Amtsgericht Fritzlar verantworten. Er hatte auf einem Feldweg bei Wabern auf seine Nachbarn eingeschlagen. 

Ein Streit unter Nachbarn, der schon seit Jahren schwelt, ist in Wabern derart eskaliert, dass es auf einem Feldweg zwischen Wabern und Udenborn zu Handgreiflichkeiten kam, bei denen ein 80-Jähriger und seine 81-jährige Frau verletzt wurden. Wegen des Verdachts der Körperverletzung und Sachbeschädigung stand der Mann aus dem Landkreis vor dem Amtsgericht Fritzlar.

Das Verfahren endete mit einem Vergleich. Der Beschuldigte zahlte 2500 Euro. Dieser Betrag enthält Schmerzensgeld und deckt alle Schadensersatzforderungen ab. Der Vorfall liegt ein Jahr zurück. Mit seiner Ehefrau und Hund war der 51-Jährige zu Fuß auf einem für Autos gesperrten Feldweg zwischen Wabern und Udenborn unterwegs. Dort traf er auf das Ehepaar.

Die 81-Jährige Frau war mit ihrem Mann im Auto unterwegs, um ihren Hund im Feld laufen zu lassen. Es kam zu einem Streit. Als der 80-Jährige ausstieg, soll der Angeklagte - so die Staatsanwaltschaft - ihm mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, dass er rückwärts in den Graben fiel.

Danach soll er noch mehrfach auf die Ehefrau eingeschlagen haben, unter anderem mit dem Gehstock. Das Ehepaar erlitt laut Anklage unter anderem Jochbein- und Thoraxprellungen, Prellungen des Schädels, der Schulter und der Unterarme.

Der Angeklagte sagte, er sei vom Auto der 81-Jährigen zwei- bis dreimal angefahren worden. Er habe sich gefährdet gefühlt und versucht, das Auto zu stoppen und plötzlich einen Schlag des Mannes verspürt. „Ich schwöre, dass ich ihn nicht angefahren habe“, sagte die Frau. Ihr Mann berichtete, der Beschuldigte habe seine Frau „mit Stechbewegungen“ mit dem Gehstock mehrfach am Kopf getroffen. Demgegenüber sagte die Ehefrau des Angeklagten, die Autofahrerin habe den Stock „in drohender Geste erhoben.“

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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