Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu E-Autos

Nach Ärger um Ladesäule in Wabern: Darauf müssen Fahrer von Elektroautos achten

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Symbolbild: Hier steckt ein Fahrer eines Elektrofahrzeugs ein Aufladekabel in eine Ladestation.

So wie Michaela Fischbach aus Wabern geht es vielen Fahrern eines Elektroautos: Sie suchen nach einer Möglichkeit, den Akku ihres Wagens aufzuladen. Wir klären die wichtigsten Fragen. 

Wer mit einem Elektromobil durch den Schwalm-Eder-Kreis fahren will, muss seine Route sorgsam wählen. Denn bisher sind im Landkreis kaum Ladesäulen für E-Autos vorhanden. Das musste auch Michaela Fischbach aus Wabern erkennen. Sie soll ihr Auto nicht mehr am Rathaus parken und die dortige Ladestation nutzen

Wie viele Ladesäulen gibt es im Schwalm-Eder Kreis?

Das ist schwer zu sagen. Neben den öffentlichen Tankstellen, die auch von der EAM, EWF, der KBG und von E-Wald betrieben werden, kommt im Schwalm-Eder-Kreis noch eine Reihe von privaten Stationen hinzu. Der Regionalversorger EAM betreibt oder besitzt in Nordhessen und Südniedersachen 61 E-Ladesäulen darunter 14 Schnellladesäulen. Im Schwalm-Eder-Kreis sind es neun Stationen. DieEnergie Waldeck-Frankenberg (EWF) betreibt in ihrem Netzgebiet fünf Elektrotankstellen.

Was kostet das Aufladen an einer Ladestelle?

Die Kosten sind unterschiedlich. Die Betreiber der Ladesäulen legen den Preis nach getankten Kilowattstunden oder nach der Dauer des Ladevorgangs fest. Es können Roaming und/ oder Startgebühren anfallen. Manche Ladesäulen geben Strom gratis ab. An den EAM-Ladesäulen orientieren sich die Preise an denen für Haushaltsstrom. Dazu kommt eine Startpauschale von zwei Euro. 100 Kilometer in einem Elektrofahrzeug kosten zwischen drei und sechs Euro. Die Preise gelten für Kunden mit einer „The New Motion-Karte“. Andere Ladeverbünde berechneten zum Teil höhere Beträge. Bei der EWF werden für die Karte einmalig 30 Euro fällig. Mit der kann man Deutschland- und EU-weit tanken. Der Preis: 7,50 Euro pauschal im Monat. Ein verbrauchsabhängiger Preis werde erst noch eingeführt. Verdienen könne man an den E-Tanksäulen allerdings noch nichts, denn es gebe noch zu wenig Elektrofahrzeuge.

Wie wird an einer Ladestation bezahlt?

Die Bezahlung erfolgt meistens über eine Ladekarte. Anhand derer erkennt die Säule den Kartenanbieter und übermittelt die Kosten der Ladung dem Ladekartenanbieter, der dann mit Ihnen abrechnet.

Wie lange dauert das Aufladen?

Das hängt davon ab, wie groß die Batterie ist, wie leer sie ist und mit welcher maximalen Leistung geladen wird. Die EWF-Elektrotankstellen beispielsweise verfügen über eine Schnell-Ladung, die eine Voll-Betankung in zwei bis drei Stunden ermöglicht.

Wie kann ich die nächste öffentliche E-Ladestation finden?

Das geht am einfachsten über das Internet. Auf Internetseiten wie www.plugsurfing.com und www.smarttanken.de sind Ladesäulen eingetragen.

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Kann man Zuhause ein E-Auto laden?

Das ist im Einzelfall von einer Elektrofachkraft zu prüfen, schreibt der ADAC auf seiner Homepage. Grund dafür ist, dass die Elektroinstallation bestehender Gebäude die zum Zeitpunkt ihrer Errichtung gültigen Vorschriften erfüllen musste. In diesen alten Vorschriften ist aber das lange Laden von Elektroautos mit andauernd hohen Leistungen nicht berücksichtigt. Daher ist es erforderlich, vorhandene Installationen zum Anschluss von Elektrofahrzeugen von einer eingetragenen Elektrofachkraft prüfen und sie gegebenenfalls dementsprechend ertüchtigen zu lassen.

Kann das Elektroauto einfach an der Steckdose geladen werden?

Das Laden an einer haushaltsüblichen Steckdose ist mehr als Not-Lademöglichkeit zu sehen, da die Ladeleistung begrenzt und damit die Ladedauer lang ist. Schutzkontaktsteckdosen sind für den Hausgebrauch gedacht. Sie sind nur begrenzt für den maximalen Bemessungsstrom von 16 Ampere belastbar. Der ADAC empfiehlt stattdessen die Installation einer speziellen Ladestation für Elektroautos, eine sogenannte Wall-Box.

Was kostet eine solche Ladesäule?

Je nach Ausstattung und Ladeleistung müssen Nutzer mit etwa 600 bis 2500 Euro zuzüglich Elektoinstallation und Montage rechnen.

Wie viele Elektroautos gibt es im Schwalm-Eder-Kreis?

Gerade einmal 221 reine Elektrofahrzeuge sind laut Kreissprecher Stephan Bürger im Landkreis unterwegs. Dazu kommen 361 Benzin-Elektro- und 36 Diesel-Elektrohybridautos.

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