Neue Bürgerinitiative gegen die Stromtrasse Südlink

Tanja Weiland-Theis

Wabern. Auch in Wabern organisiert sich der Widerstand gegen die Stromtrasse Südlink: In Zennern hat sich eine Bürgerinitiative (BI) gegründet.

Sie gehört rechtlich zur Fritzlarer Initiative.

Sprecher der Ortsgruppe Wabern sind Kristian Ewald und Tanja Weiland-Theis. Wabern und insbesondere die Ortsteile Zennern und Udenborn seien von den Planungen der Firma Tennet betroffen. In Zennern etwa führe der vorgesehene Korridor nur wenige Meter an der Wohnbebauung vorbei, schreibt die BI.

Kristian Ewald

Diese Planung sei aus Umwelt- und Landschaftsgründen, wegen der Verschandelung des Ortsbildes und möglicher Gesundheitsgefahren grundsätzlich abzulehnen. Schon jetzt seien die Menschen durch bestehende Stromtrassen, Bundesstraßen, Bahnlinien, Flugkorridore der Bundeswehr und die A49 übermäßig belastet.

Die BI stelle nicht die Energiewende in Frage, wohl aber grundsätzlich die Stromtrasse, denn diese sei gar nicht notwendig. Eine Modernisierung bestehender Überlandleitungen würde nach Einschätzung der Bürgerinitiative ausreichen.

Außerdem sei Südlink abzulehnen, weil damit vor allem konventioneller Kohlestrom übertragen werden solle. Die Firma Tennet, die die Trasse plant und betreiben soll, habe die gewählte Mitte-West-Variante nicht ausreichend begründet. „Es muss transparent dargelegt werden, dass diese Entscheidung willkürfrei und unter Beachtung der gegebenen Raumwiderstände getroffen wurde“, wird Kristian Ewald zitiert.

Die genauen technischen Hintergründe zur Errichtung der Trasse, vor allem in Bezug die Bauart und die Größe der Masten, müssten dargelegt werden. Die Trasse dürfe nicht näher als 400 Meter an Wohnhäuser gebaut werden. (red)

• Nächstes Treffen der Bürgerinitiative am Dienstag, 10. Februar, ab 20 Uhr im Feuerwehrhaus Zennern.

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