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Neues Zuhause ist jetzt fertig: 21 Bewohner der Waberner Wohnstätten sind umgezogen

Neues Gebäude bietet Platz für Menschen mit Beeinträchtigung: Die Baunataler Diakonie Kassel hat in Wabern einen neuen Standort errichtet.
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Neues Gebäude bietet Platz für Menschen mit Beeinträchtigung: Die Baunataler Diakonie Kassel hat in Wabern einen neuen Standort errichtet.

Rund zwei Jahre haben die Bewohner der Waberner Wohnstätten gewartet, nun ist es so weit: 21 Menschen mit Behinderung sind in das neu gebaute Gebäude an der Fritzlarer Straße gezogen.

Wabern – Die Baunataler Diakonie Kassel (bdks) hatte an ihrem Standort in der Gemeinde Wabern investiert und auf dem ehemaligen Gartengelände gegenüber dem Karlshof ein barrierefreies Haus für Menschen mit einer geistigen Behinderung gebaut.

Rund drei Millionen Euro hat das Vorhaben gekostet, das vom Landeswohlfahrtsverband übernommen wird, berichtet der Abteilungsleiter der Wohnstätten in Wabern, Vladislav Tihonov. Ursprünglich hatte man geplant, im Januar 2021 umzuziehen. Nun hat sich der Umzug einige Monate nach hinten verschoben. Die offizielle Einweihungsfeier soll im November stattfinden.

Tihonov ist froh über den Schritt nach vorn: „Wir haben die Bewohner gut vorbereitet, sind immer wieder mit denen, die es konnten, zum Neubau gefahren und haben ihnen von dem neuen Zuhause erzählt.“

Fünf neue Wohnplätze sind dazugekommen

Die meisten der 21 Bewohner seien aus dem Haus Pfadwiesen – es ist der bisherige Waberner Wohnstättenstandort – in das neue Heim gekommen. Aber auch drei ganz neue Bewohner konnten in der neuen Wohnstätte begrüßt werden. Insgesamt sind durch den Bau des Hauses Fritzlarer Straße, wie das neue Gebäude genannt wird, fünf weitere Wohnplätze in Wabern dazugekommen, zwei sind also noch frei. Im Haus Pfadwiesen wohnen nun also nur noch 24 Menschen.

Mehr Platz und möglichst viel Selbstständigkeit – das seien bei der Planung des neuen Standortes wichtige Aspekte gewesen.

17 rollstuhlgerechte Einzelzimmer und vier Appartements sind entstanden. Die Wohnungen sind zwischen 34 und 45 Quadratmeter groß und besitzen sowohl jeweils ein Bad als auch eine Kochgelegenheit.

Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigung ist gefragt

„Der Bedarf an Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigungen ist da. Die Anfragen gehen durch die Decke“, sagt Tihonov. Oftmals würde die Politik auf mehr ambulante Plätze setzen, der Abteilungsleiter selbst hingegen sehe nach wie vor eine hohe Bedeutsamkeit in der stationären Unterbringung. „Wir bekommen häufig die Rückmeldung, dass Familien sich Entlastung wünschen.“

Die Verbindung der Bewohner sei gut, auch wenn sie nun in zwei verschiedenen Häusern leben. „Wir achten darauf, dass regelmäßige Treffen stattfinden.“ Außerdem fand eine Verabschiedung im Haus Pfadwiesen statt, um möglichst transparent mit der Veränderung umzugehen.

„Erst einmal hat sich die Zeit nach dem Umzug für die Bewohner wie Urlaub angefühlt“, sagt Tihonov. Die Rückmeldungen seien positiv. (Daria Neu)

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