Start-up ist seit 2011 im Geschäft

Manufaktur in Wabern beliefert ganz Deutschland mit Kaffeepads

Einer von vielen Arbeitsschritten: Hier wird der Kaffee in das Pad gepresst.

Wabern. In der früheren Gaststätte Knöpfel in Wabern dreht sich nun alles um den Weg von der Bohne zum fertigen Kaffeepad. Früher wurde hier Bier ausgeschenkt, heute ist es Kaffee.

Waldemar Panarin zeigt stolz auf die Maschinen im ehemaligen Gastraum. Er ist Inhaber von Paduno, der nach eigenen Angaben einzigen Kaffeepad-Manufaktur in Deutschland.

Die Verpackungsmaschine Panapad macht es möglich: Aus Bohnen fertigt sie Pads im Standardformat, die in jede Pad-Maschine passen. Röstereien aus ganz Deutschland schicken ihre Bohnen nach Wabern, um sie von dem kleinen Familienbetrieb erst mahlen und dann zu Pads pressen zu lassen.

Gemeinsam mit Bruder Andreas hat Waldemar Panarin die erste Maschine 2010 für ein Uni-Projekt entwickelt. Beide sind vom Fach - Andreas Panarin hat Maschinenbau studiert, Waldemar ist Wirtschaftsingenieur. „Wir wollten individuellen Kaffee produzieren und Pads selbst abpacken. Daraus entstand die Idee, eine solche Maschine zu bauen“, sagt Panarin.

Einer von vielen Arbeitsschritten: Hier wird der Kaffee in das Pad gepresst.

Nach kleinen Startschwierigkeiten stiegen die beiden Brüder 2011 ins Geschäft ein. „Wir sind auf verschiedene Röstereien zugegangen, die ihr Interesse signalisiert haben. Am Anfang haben wir mit zwei Röstereien zusammengearbeitet, heute sind es bis zu 50“, sagt Panarin. Besonderen Wert legt er dabei auf die Kooperation mit kleineren und mittleren Röstereien, die sich mit ihren Produkten von der Masse abheben. Außerdem verkauft Paduno die Maschinen auch an Röstereien und baut sich damit ein zweites Standbein auf. In Spitzenzeiten stellt Paduno drei Kilo Pads pro Stunde her. „Das kommt auch immer darauf an, wer die Maschine bedient“, sagt Panarin und lacht.

In ihrer Manufaktur können die Kunden jederzeit zusehen, wie die Pads gepresst werden. Panarin ist sich sicher: „Die Kunden wollen Transparenz, alles genau sehen und wissen, was in den Pads steckt. Deswegen verstecken wir unsere Produktion auch nicht.“

Das Start-up läuft gut und Panarin hat schon neue Pläne: „Wir wollen demnächst eigene Bohnen rösten und unseren Kunden Kaffee aus fairem Handel anbieten.“ Die Manufaktur soll aber in Wabern bleiben. Platz sei genügend vorhanden, sagt Panarin.

Von Christine Heinz www.paduno-kaffeepads.de 

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