77,3 Prozent stimmen für den Unshäuser

Bürgermeisterwahl in Wabern: Claus Steinmetz bleibt Amtsinhaber

Freuen sich über den Wahlsieg in Wabern: Bürgermeister Claus Steinmetz (Mitte) mit Ehefrau Birgit und hinten von links seiner Tochter Mara und ihrem Freund Janik sowie Tochter Hannah und ihrem Freund Florian.
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Freuen sich über den Wahlsieg in Wabern: Bürgermeister Claus Steinmetz (Mitte) mit Ehefrau Birgit und hinten von links seiner Tochter Mara und ihrem Freund Janik sowie Tochter Hannah und ihrem Freund Florian.

Von einem Überraschungsergebnis bei der Bürgermeisterwahl in Wabern konnte heute Abend keine Rede sein. Von normalen Rahmenbedingungen schon gar nicht. Dennoch war die Freude bei Claus Steinmetz und seiner Familie groß, als das vorläufige Ergebnis lautete: Er bleibt Amtsinhaber. Der 56-Jährige, der parteilos ist und von der SPD unterstützt wird, holte 77,3 Prozent der Stimmen.

Wabern – Der Großteil der Wähler wollte demnach, dass der Rathauschef im Amt bleibt. 22,7 Prozent stimmten gegen Steinmetz. Die Wahlbeteiligung in Wabern lag bei gut 55 Prozent. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

„Jetzt fällt die Anspannung ab“, sagte Steinmetz, nachdem es gegen 19.45 Uhr hieß: Er soll Waberns Bürgermeister bleiben. An eine Party war wegen der Coronakrise nicht zu denken. Etwas Partystimmung herrschte trotzdem. Einige Nachbarn, Freunde und natürlich die Familie waren gekommen, um das Ergebnis mit Steinmetz zu feiern – wenn auch nur mit Abstand, mit Mund-Nasen-Bedeckung und draußen im Freien. Eine Umarmung direkt nach Bekanntgabe des Wahlausgangs gab es nur von Ehefrau Birgit.

Bei der letzten Bürgermeisterwahl 2015, die der Unshäuser damals mit 60,7 Prozent der Stimmen für sich entschied, hatte er mit Kristian Ewald und Manfred Schäfer zwei Gegenkandidaten. Die Wahlbeteiligung lag damals bei 59 Prozent. Vor sechs Jahren löste Steinmetz den langjährigen Rathauschef Günter Jung ab.

Die gute Stunde des Wartens, die Steinmetz gestern mit seiner Frau, seinen zwei Töchtern und deren Partnern im Foyer des Rathauses verbrachte, hatte mit einem normalen Wahlabend wohl gar nichts zu tun. Stille herrschte auf den Fluren, während die Wahlhelfer in den Büros die Stimmen auszählten. 2015 sei dies selbstverständlich ganz anders gewesen. „Da war hier alles voller Menschen“, erinnerte sich Steinmetz. Nach dem Wahlsieg hätten alle bis früh morgens gefeiert. Diesmal konnte der Rathauschef seinen Gratulanten nicht mal die Hand geben.

Gejubelt wurde dennoch, als das vorläufige Wahlergebnis am Sonntagabend feststand. Der Bürgermeister zeigte sich erleichtert, dankbar und schließlich tatkräftig mit Blick auf die Zukunft: „Wir haben bereits viel auf den Weg gebracht, vieles liegt aber auch noch vor uns“, sagte der 56-Jährige in seiner Rede an der frischen Luft vor dem Rathausgebäude.

Das Gesundheitszentrum, das Altenzentrum – dies seien Projekte, die man nur gemeinsam auf den Weg bringen könne. „Ich arbeite von Herzen gern für diese Gemeinde“, betonte Steinmetz am Ende und bedankte sich bei all denen, die ihm in der Vergangenheit den Rücken freigehalten hätten und dies auch weiter täten. (Daria Neu)

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