Pfarrerin Ute-Maria Grasmäder

Pfarrstelle wieder besetzt: Neustart mit 51 in Niedermöllrich

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Die Kisten und Koffer sind noch nicht ausgepackt: Die neue Pfarrerin Ute-Maria Grasmäder muss sich im Pfarrhaus Niedermöllrich einrichten. 

Niedermöllrich. Nach einem Jahr Vakanz ist die Pfarrstelle wieder besetzt: Ute-Maria Grasmäder wird am Sonntag in Niedermöllrich in ihr Amt eingeführt.

Kisten auspacken, die Wohnung einrichten, es sich hübsch machen. Dazu kommt Ute-Maria Grasmäder derzeit kaum. Immer wieder klingelt jemand bei ihr am Pfarrhaus. Es sind spontane Besuche. Die Menschen wollen die Neue kennenlernen. Sie wollen wissen, wer sich nun als Pfarrerin um ihre evangelische Kirchengemeinde Niedermöllrich-Niedervorschütz-Lohre kümmert.

„Die warten auf mich, die freuen sich auf mich“, fasst Ute-Maria Grasmäder ihre ersten Eindrücke zusammen. Das wundert nicht. Nach dem Weggang von Pfarrer Helge Abel war die Stelle ein Jahr vakant. Hinzu kommt, dass die Chemie zwischen Kirchenvorstand und Pfarrerin auf Anhieb gepasst hat.

Nach einem Bewerbungsgespräch gibt es eine Zusage meist am anderen Tag. „Schlafen Sie eine Nacht drüber“, heißt es dann. Nicht so bei Grasmäder und der Kirchengemeinde. Bei dieser Bewerberin hatte nach dem Vorstellungsgespräch im September niemand einen Zweifel. Die Zusage gab es direkt. „Wir waren uns einig, dass ich herkomme“, erinnert sich Ute-Maria Grasmäder.

„Ich mache meine Arbeit und kein großes Gedöns.“

Für die 51-Jährige ist es die zweite Pfarrstelle. 17 Jahre lang hat sie im Kirchspiel Abterode, Vockerode und Wellingerode (Werra-Meißner-Kreis) gearbeitet. Auch da hatte sie drei Gemeinden, die Strukturen dort und hier sind vergleichbar. Neu ist die Zusatzaufgabe.

Bislang kümmerte sie sich um den Kindergarten, jetzt ist sie für die Altenheimseelsorge in Homberg zuständig.

Grasmäder hat sich bewusst zum Wechsel entschieden. Sie wollte auf der Hälfte des Berufslebens „noch einmal woanders einen Start wagen“, sagt sie. In die Waagschale werfe sie Neugierde, einen reichen Erfahrungsschatz und Ideen.

Die Pfarrerin beschreibt sich selbst als sehr bodenständig, als Mensch mit Realitätssinn, Ausdauer und Beharrungsvermögen. Das spiegele sich auch in ihrem Job als Pfarrerin wider. „Ich mache meine Arbeit und kein großes Gedöns“, sagt sie und lacht. Entsprechend müsse sie das Rad auch nicht neu erfinden und die Gemeinde umkrempeln.

Grasmäder ist es wichtig, die Menschen in der Kirchengemeinde kennenzulernen. Sie möchte sich einen Überblick verschaffen, was bisher gelaufen ist. Die Pfarrerin möchte ihren Platz in der Gemeinde finden und dann gemeinsam mit den Mitgliedern die Dinge angehen. „Einer alleine kann es nicht stemmen“, lautet ihre Devise.

Termin:Pfarrerin Ute-Maria Grasmäder wird am Sonntag, 19. Februar, in einem Gottesdienst in ihr Amt eingeführt. Beginn in der Kirche Niedermöllrich ist um 14 Uhr. Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen.

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