Beamte durchsuchten Haus

Nach Detonation: Polizei entdeckte Knaller und Hasch

Niedermöllrich. Die Polizei hat am Mittwochabend eine Haschplantage im Waberner Ortsteil Niedermöllrich entdeckt.

Die Beamten hatten dort nach dem Hinweis eines Zeugen ein Wohnhaus durchsucht. Am Morgen sei es im Gebäude zu einer sehr lauten Detonation gekommen, die sei deutlich lauter als ein Silvesterböller gewesen, berichtete der Mann. Auch sei es nicht das erste Mal gewesen, dass Niedermöllrich von lautem Knallen aufgeschreckt worden sei.

Die Polizei hielt Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Kassel, die erwirkte einen Durchsuchungsbeschluss. Am frühen Mittwochabend rückten dann Spezialeinsatzkräfte samt Sprengstoffspürhund aus: Sie entdeckten im Haus eine Schreckschusswaffe mit Knallmunition, ein Glas voller Schwarzpulver und auch handelsübliches Silvesterfeuerwerk. Im Garten fanden sie Überbleibsel von bereits gezündeten Knallkörpern, einer davon ist in Deutschland nicht zugelassen. Außerdem fanden die Beamten im Haus eine Plantage mit 37 Cannabispflanzen.

Der Bewohner wurde nach seiner Vernehmung wieder auf freien Fuß gesetzt. Allerdings wird nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Mann wird verdächtigt, gegen das Waffengesetz, das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen zu haben. (bra)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.