Spaziergänger hatte Tier entdeckt

Rehbock in Weidezaun gefangen: Polizei filmt Rettung bei Wabern

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Mit vereinten Kräften: Einen Rehbock befreite die Polizei bei Niedermöllrich aus einem Weidezaun.

Dem beherzten Zugreifen dreier Männer verdankt ein Rehbock sein Leben. Er hatte sich im Schwalm-Eder-Kreis mit seinem Gehörn in einem Weidezaun verfangen und drohte jämmerlich zu sterben.

Nach Angaben der Polizei in Fritzlar hatte ein Spaziergänger beim Waberner Ortsteil Niedermöllrich gegen 16 Uhr am Sonntag den Rehbock entdeckt. Da es dem zuständigen Forstamt Jesberg nicht gelang, den Revierförster zu erreichen, fuhren zwei Beamte der Fritzlarer Polizei zu der vom Sparziergänger angegebenen Stelle. Dort fanden sie den Rehbock, der sich mit dem Gehörn im Weidezaun verheddert hatte und ohne fremde Hilfe nicht frei gekommen wäre.

Nach Darstellung der Polizei und eines Jägers aus Niedermöllrich, hatte sich das mit Draht verstärkte Band des Zauns mehrfach um das Gehörn des Tieres geschlungen. Das Tier schrie vor Angst und sprang herum, um sich zu befreien.

Nach Ansicht des Jägers muss sich der Rehbock schon geraume Zeit in der misslichen Lage befunden haben, denn auf der Erde um ihn herum gab es kein Gras mehr, es war alles niedergetrampelt.

Den drei Männern gelang es, den Rehbock an einem Lauf zu packen, ihn umzuwerfen und ihm die Bänder des Weidezauns vom Gehörn zu schneiden. Von seinen Fesseln befreit, suchte das Tier schleunigst das Weite.

Andere Tiere, die sich in Weidezäunen oder Zaunpfosten verfangen, werden nach Angaben der Polizei oft tot oder so schwer verletzt gefunden, dass sie getötet werden müssen. 

Deshalb appellieren die Polizei und der Niedermöllricher Jäger, Zäune zu kontrollieren, ob sich ein Tier darin verfangen hat. Sie sollten abgebaut werden, wenn die Koppel nicht genutzt wird. Beseitigt werden sollten Zaunpfähle und Reste des Bandes, sie können für Tiere tödlich sein.

Die Rettungsaktion dokumentierte die Polizei im Video:

Hier liegt Wabern-Niedermöllrich:

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