Band „TonTourismus“ aus Wabern träumt von Auftritt mit Matthias Reim

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Sie hoffen auf einen gemeinsamen Auftritt mit Matthias Reim: Von links Gonzo Deiß, Kevin Dargel, Jan Rittinghaus, Robin Urban.

Unshausen. Sie wollten ernsthaft proben, ihre eigenen Songs üben - als Sänger Robin Urban „aus Jux und Dollerei" plötzlich „Verdammt ich lieb dich" von Matthias Reim sang.

Rock trifft auf Schlager, ein Song aus dem Jahr 1990 auf junge Musiker im Jahr 2015, und eine Gruppe aus Wabern auf den Star aus Homberg. „Irgendwie hat es gepasst", sagt Schlagzeuger Jan Rittinghaus. Seitdem hat die Band „TonTourismus" einen Wunsch: Sie möchte den Hit einmal zusammen mit Matthias Reim spielen. Bühnenerfahrung bringen die fünf Jungs jedenfalls mit.

„TonTourismus“, das sind Gonzo Deiß (28 Jahre, Gitarre), Kevin Dargel (23, Gitarre), Jan Rittighaus (24, Schlagzeug), Robin Urban (23, Gesang, Gitarre und Keyboard) und Jens Wolafka (29, Bass). Die fünf spielen seit 2010 zusammen, proben zwei Mal in der Woche in einer ehemaligen Scheune in Unshausen.

So wie „TonTourismus“ haben sich schon ungezählte Bands gefunden. Robin Urban sucht als Sänger eine Band. Auf einem Geburtstag lernt er Jan Rittinghaus kennen. Und der sucht - na klar - einen Sänger. Bei der ersten Probe schmeißen alle ihre Instrumente zusammen. „Alles war improvisiert, aber es hat einfach gepasst“, erinnert sich Robin Urban. Der Name „TonTourismus“ steht für die breite musikalische Palette der Band. Jedes Mitglied bringe seinen eigenen Stil ein. Die wichtigste Botschaft der Band: Sei, wie du sein willst und sei keine Kopie. Deswegen covern die Musiker auch nicht. Ausnahme: „Verdammt ich lieb dich“.

Die Band startet schnell mit ihren ersten Auftritten, etwa 2012 bei „Rock am Stück“ in Geismar. Im Jahr 2015 stehen die Musiker vor allem im Probenraum. Sie arbeiten intensiv an ihrem Programm. „Es sollte perfekt sein, uns zu 100 Prozent gefallen“, sagt Urban. Da greifen die Musiker auch schon mal zu Methoden, die man aus der Fußball-Bundesliga kennt. Nach jedem Auftritt gibt es die Videoanalyse. „Wir werten alles aus und gucken, was wir verbessern können.“

Die Musiker wollen sich auf zwei Wegen bekannt machen. Zum einen sollen die Leute in der Umgebung wissen, dass es „TonTourismus“ gibt. Unshausen, Wabern, Fritzlar, Bad Wildungen und Homberg: Dort wollen die Jungs sich einen Namen machen. Parallel versuchen sie, an Auftritte bei immer größeren Festivals zu kommen. „Es ist ein Haufen Arbeit, aber wenn fünf Menschen an einen Strang ziehen kann es klappen“, erklärt Schlagzeuger Jan Rittinghaus den Plan.

„Bei uns Fünf ist jeder mit absoluter Leidenschaft dabei“, ist sich Jan Rittinghaus sicher. Für Gonzo Deiß ist „TonTourismus“ so etwas wie eine große Familie.

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