Zuckerfabrik verzeichnet längste Kampagne ihrer Geschichte

Rübenrekord in Wabern

Rübenkampagne in Wabern endet voraussichtlich am 28. Januar: Die Zuckerfabrik produziert diesmal von allen Südzucker-Werken am längsten.
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Rübenkampagne in Wabern endet voraussichtlich am 28. Januar: Die Zuckerfabrik produziert diesmal von allen Südzucker-Werken am längsten.

Schon vor dem Start der Rübenkampagne im September 2020 prognostizierte Moritz Vorholzer von der Waberner Zuckerfabrik: „Wir erreichen diesmal vermutlich einen Rekordwert mit 140 Tagen Produktion.“ Einige Monate später bestätigt der Leiter der Rohstoffabteilung seinen Schätzwert: „Dies wird die längste Rübenkampagne, die es in Wabern je gegeben hat.“ Voraussichtlich soll am 28. Januar Schluss sein.

Wabern - Mit 80 Tonnen Rüben pro Hektar Fläche hat das Werk in Kooperation mit den Landwirten gerechnet. So kommen am Ende die 140 Tage zusammen. Die größte Veränderung im Vergleich zu den Vorjahren: Das Warburger Werk in Nordrhein-Westfalen hat die Produktion eingestellt. Rüben aus der Warburger und der Soester Börde werden seit dieser Kampagne zusätzlich nach Wabern geliefert. Es handele sich um rund 80 000 Tonnen mehr Ernte als in den Jahren zuvor. Die Rüben, die sonst aus Mittelhessen kamen, gehen seit dieser Kampagne allerdings nach Offstein bei Worms.

Moritz Vorholzer, Leiter Rohstoffabteilung.

Die Verarbeitung der Rüben begann am 11. September, schon zwei Tage zuvor wurden die ersten Rüben angenommen, erklärt Vorholzer. „Gehen wir von einem Ende der Kampagne am 28. Januar aus, produziert das Waberner Werk von allen Südzucker Werken am längsten.“ Die Kampagne laufe bislang gut, so der Leiter der Rohstoffabteilung. Gerade in den Räumen Warburg und Soest seien die Böden sehr gut. Dort habe es auch noch mehr geregnet als im Schwalm-Eder-Kreis.

Vor allem an den Feiertagen musste die Koordination im Werk laut Vorholzer reibungslos laufen. „An Weihnachten beispielsweise hatten wir mehr als 20 000 Tonnen Zuckerrüben auf unserem Gelände gelagert.“ Diese seien im Vorfeld angeliefert worden, um die laufende Produktion in der Fabrik sicherzustellen. An den Feiertagen selbst seien schließlich keine der Rüben-Laster unterwegs, die im Normalfall täglich dafür sorgen, dass insgesamt 6700 Tonnen Rüben im Waberner Werk landen. „An Silvester war die Situation etwas entspannter“, so Vorholzer: Der Samstag sei schließlich ein Werktag gewesen.

Trockenheit spielt weiterhin eine Rolle

Einen Dürresommer wie beispielsweise 2018 haben die Rübenanbauer im vergangenen Sommer nicht durchmachen müssen. Mit Trockenheit haben die meisten dennoch zu kämpfen. „Einzelne hat es auch diesmal schwer getroffen“, sagt Moritz Vorholzer, Leiter der Rohstoffabteilung in der Waberner Zuckerfabrik. Gerade im Frühjahr habe der starke Wind den Oberboden ausgetrocknet und das Keimen einiger Pflänzchen erschwert. (Daria Neu)

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