Bald wird auf den Rampen gerollt

Skatepark in Wabern ist ab November geöffnet

Der Skatepark in Wabern nimmt Gestalt an: Die Idee hatten einige Jugendliche in der Gemeinde, schon in wenigen Wochen kann es losgehen.
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Der Skatepark in Wabern nimmt Gestalt an: Die Idee hatten einige Jugendliche in der Gemeinde, schon in wenigen Wochen kann es losgehen.

In wenigen Wochen kann es losgehen, dann ist der Skatepark in Wabern fertig. Die Idee dazu hatten einige Jugendliche.

Wabern – Was gerade auf dem Gelände zwischen den Tennisplätzen am Reiherwald in Wabern entsteht, ist ein Beweis dafür, dass auch Ideen von Kindern und Jugendlichen in der Gemeindeverwaltung ernstgenommen werden. Mit einem ganz konkreten Wunsch ist der heute elfjährige Elias Kostrewa vor knapp zwei Jahren an Bürgermeister Claus Steinmetz herangetreten: Er und seine Freunde möchten einen Skatepark in ihrem Heimatort. Das ist nun wahr geworden.

Vor rund zwei Wochen wurde nach einem langwierigen Genehmigungsverfahren mit dem Bau begonnen. Derzeit sind die Arbeiter der Warburger Firma Karma Parks schwer damit beschäftigt, die Rampen anzufertigen. Derzeit sieht eher noch alles nach Baustelle aus. Doch schon im November könnten sich die jungen Skater auf ihre neue Freizeitbeschäftigung freuen, bestätigen der Rathauschef und Tim Zier, Mitarbeiter des Bauamts.

„Ich finde es toll, dass die Jugendlichen direkt auf uns zugekommen sind“, sagt Steinmetz. Die Fläche nahe der Tennisplätze würde sich für die Umsetzung des Vorhabens anbieten, so würden auch keine Bewohner von dem Lärm der Rollen gestört werden. „Ich habe Elias und seinen Freunden erklärt, warum solche Projekte manchmal etwas länger dauern, dafür hatten sie Verständnis.“

Noch wird ordentlich gebaut: Lukas Laudage bewässert die Rampen.

Auf rund 200 Quadratmetern Skatefläche entstehen mehrere Rampen, an denen sich Mädchen und Jungen mit ihren Skateboards, Rollern und Inlinern austoben können. „Wir bauen auch sogenannte Transitions, Banks und Curbs ein“, erklärt Jan Marthiensen von der Firma Karma Parks, die sich auf den Bau von Skateparks spezialisiert hat. Bei Transitions springt der Skater ohne das Board über das Hindernis und landet später wieder darauf. Als Banks bezeichnet man eine nach oben verlaufende Schräge, an der die Jugendlichen hochfahren können und mit Curbs meint Marthiensen einen Block mit Metallkanten, an denen die Skater entlangrutschen. „In der Szene nennt man das Grinden“, erklärt er.

Insgesamt wurden für das Vorhaben etwa 75 000 Euro in die Hand genommen, 45 000 Euro werden über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) gefördert. Bis es ans Fahren gehen kann, dauert es noch ein paar Wochen. Der Beton müsse noch nachbehandelt werden, außerdem stünden noch Markierungsarbeiten an.

„Etwa fünf bis zehn Jugendliche haben auf jeden Fall jetzt schon Interesse an diesem Park“, sagt Jugendpflegerin Britta Olesin. „Sie stehen jeden zweiten Tag hier an der Baustelle und schauen, ob es vorwärtsgegangen ist.“ Marthiensen rechnet mit noch viel mehr Interesse: „Das Skaten hat gerade in Coronazeiten wieder enorm an Bedeutung gewonnen.“ Abstand halten und Freunde treffen – beides sei bei dieser Sportart möglich, deshalb sei sie derzeit so beliebt.

Bislang müssten die Skater mit ihren Boards und Rollern noch nach Melsungen oder Fritzlar fahren, doch schon bald dürfte auch Wabern zu einem Treffpunkt werden – und zwar auch für Jugendliche, die nicht aus der Gemeinde kommen. (Daria Neu)

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