Störche fliegen auf Wabern: Fünf Horste sind belegt

Das sind die Neuen: Auf dem Schornstein der Schreinerei Mose hat sich ein Storchenpaar eingerichtet. Foto: Döringer

Wabern. Wabern wird bei Störchen immer beliebter. Fünf Horste sind in der Rübengemeinde derzeit belegt - Es gibt drei Brutpaare und zwei Horstpaare.

Der letzte freie Platz ist seit Sonntag vergeben. Seitdem ist wieder Leben auf dem Schornstein der Schreinerei Mose eingekehrt.

Der Horst, auch Wabern III genannt, war lange das Zuhause von Paul und Pauline. Im Jahr 2011 ist das Paar umgezogen. Es ging einmal über die Straße: auf den Spänebunker Blecher gegenüber. Doch anstatt das alte Zuhause aufzugeben, hatten die beiden einfach zwei Horste in Beschlag.

Das Paar hatte einen Horst zum Brüten und einen zum Nächtigen, wie Andrea Krüger-Wiegand von der Storchenstation Wabern erklärt. „Sie haben kein anderes Paar auf den Horst gelassen.“ Dieses Jahr ist das anders. Paul und Pauline haben ihren Platz auf der Schreinerei geräumt. Somit sind jetzt drei Storchenpaare in der Kerngemeinde.

Auch in Niedermöllrich 

Ein neues Paar gibt es auch in Niedermöllrich. Die Störche haben sich vor einer Woche dort niedergelassen. Wie alt sie sind, weiß Krüger-Wiegand nicht. Die Tiere sind nicht beringt. Und das Alter ließe sich nicht bestimmen. „Man sieht nur im ersten Jahr, ob es sich um einen Jungstorch handelt, oder nicht“, erklärt die Expertin. Den starken Zuzug begründet Krüger-Wiegand mit den guten Bedingungen in Wabern. Es hat in der vergangenen Zeit viel geregnet, der Boden ist weich und die Störche kommen gut an Regenwürmer, Mäuse und Schnecken. Es gibt genügend Futter. Die Störche brauchen laut Krüger-Wiegand Feuchtwiesen oder flache Wiesen, die ein bis zwei Mal im Jahr geweidet oder gemäht werden. Doch solchen optimalen Lebensraum gebe es immer seltener.

Ein Single 

Probleme könnte es im Sommer geben. „Wenn das Getreide zu hoch steht, finden die Störche keine Nahrung mehr“, sagt Krüger Wiegand. Mit drastischen Folgen: Die Jungstörche bekommen weniger zu fressen und sind mit der Zeit zu schwach, um die Elternstörche anzubetteln. Ein solcher Jungstorch würde dann schon mal von den Eltern verschlungen. „Wenn sie merken, dass sie sich selber und die Kleinen nicht satt bekommt.“

Eine Waberner Störchin ist übrigens noch Single. Andrea Krüger-Wiegand ist zuversichtlich, dass das Weibchen noch einen Partner findet. „Die Störche ziehen ja noch. Da kann also noch was kommen.“

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