"Täter richtete Waffe auf mich": Nachbar erlebte Überfall auf Familie mit

+
Tatort am Truschelweg: In dem Mehrfamilienhaus rechts im Bild soll sich nach HNA-Informationen der Raubüberfall auf eine junge Familie aus Wabern zugetragen haben.

Wabern. Die dramatischen Szenen in einem Mehrfamilienhaus am Truschelweg sind nicht unbeobachtet geblieben. Ein Nachbar hat den brutalen Raubüberfall auf eine junge Familie miterlebt.

Als der Mann am Sonntagabend Lärm im Treppenhaus hörte, verließ er seine Wohnung, um nachzusehen, was passiert ist. „Als ich in der Wohnung angekommen war, hatten die Männer den 29-Jährigen schon gefesselt“, erklärte der Mann, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte. Die Täter hätten dem Familienvater die Hände hinter dem Rücken zusammengebunden. Ein Täter habe den Nachbarn entdeckt und eine Waffe auf ihn gerichtet. Anschließend sei das Räuber-Trio geflüchtet. „Da habe ich die Polizei gerufen“, sagte der Waberner. Die Polizei habe den Nachbarn inzwischen vernommen. „Aber ich konnte keine richtige Täterbeschreibung geben, weil alles so schnell ging. Ich konnte nicht richtig reagieren.“ Der Waberner hatte das Gefühl, dass Täter und Opfer sich kannten.

Zeugen vernommen

Die Kriminalpolizei hat zu den Umständen der Tat bislang keine Angaben gemacht. Am Montag wurden laut Polizeipressesprecher Zeugen vernommen und Spuren gesichert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Für viele Nachbarn am Truschelweg war die Nachricht vom Überfall am Montagvormittag neu. „Ich habe das eben erst gehört“, sagte ein Mittvierziger. Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, habe er nicht. Eine ältere Frau erklärte, sie habe nichts von dem Vorfall mitbekommen. Sie sei erst am späten Abend wieder nach Hause gekommen. Zwei junge Männer, die mit Einkäufen ein Mehrfamilienhaus betraten, waren ebenfalls überrascht davon, dass es einen Überfall gegeben haben soll. „Davon haben wir nichts mitbekommen“, sagten sie.

Bürgermeister Claus Steinmetz zeigte sich am Montag schockiert. „Ich bin bestürzt über eine solche schwerwiegende Tat in Wabern“, erklärt er. Er hoffe, dass sich solch eine Vorfall nicht wiederholt, um die Sicherheit der Menschen am Truschelweg gewähren zu können. Besonders schockiert habe ihn, dass die 25-Jährige und ihr sieben Monate altes Kind die Tat miterleben mussten.

Steinmetz hofft, dass der Fall schnell aufgeklärt wird. Schließlich lege ihm das Wohngebiet Truschelweg am Herzen. „Wir haben hier sehr unterschiedliche Mieter und ein gutes Miteinander“, erklärte der Rathauschef.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.