Sakrament in Gummistiefeln

Pfarrer tauft in der Eder bei Niedermöllrich

Besonderer Ort für eine Taufe: Pfarrer Helge Abel mit von links Eileen Calverase, Dunja, Greta und Manuel Otto sowie Dr. Sascha Otto in der Eder bei Niedermöllrich. Fotos: Zerhau

Niedermöllrich. Einen ungewöhnlichen Ort für eine Taufe gab es am Wochenende im Waberner Ortsteil Niedermöllrich. Dort wurden in der Eder elf Kinder und Jugendliche im Alter von zwei bis 14 Jahren getauft.

Wie Dekan Dr. Helmut Umbach, der zusammen mit den Pfarrern Olliver Heinemann aus Wabern und Helge Abel aus Niedermöllrich die Taufzeremonie vollzog, sagte, handele es sich nicht um die erste Taufe in der Eder. Bereits 2011 habe es das einmal gegeben.

Nun wurde dieser Brauch wieder aufgegriffen. Neben den Angehörigen der Täuflinge aus Niedervorschütz, Felsberg, Lohre, Züschen, Wabern und Melgershausen hatte sich eine große Anzahl Menschen im Schatten der Uferbäume eingefunden, um diese Zeremonie mitzuerleben.

Wie Dekan Dr. Umbach sagte, sei die Taufe ein ganz besonderer Tag, etwas ganz Übergreifendes. Dazu sei es wie hier in Niedermöllrich am Ederufer praktiziert, eine Kooperation, wie man sie künftig seitens der Kirche anstreben werde. Das einzige, woran er sich noch gewöhnen müsse, sei das Tragen von Gummistiefeln während eines Gottesdienstes, fügte der Dekan augenzwinkernd hinzu.

Im Anschluss gab es dann beim Taufgottesdienst unter freiem Himmel statt einer Predigt passend zum Thema die Geschichte von Johannes dem Täufer, mit Bildern von den Angehörigen der Täuflinge illustriert.

Der erste Täufling war die vier Monate junge Greta Otto aus Felsberg. Pfarrer Helge Abel stand zusammen mit Mama Dunja, Papa Manuel und den Taufpaten Eileen Calverase und Dr. Sascha Otto knietief im Wasser und benetzte das Köpfchen mit relativ gut temperiertem Ederwasser.

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