Vom Pflaster bis zur Elektrolytlösung

Unbesorgt in den Urlaub starten: Das gehört in eine Reiseapotheke 

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Reiseapotheke: Wer in den Urlaub startet, sollte je nach Reiseland auf die richtige Zusammensetzung der Reiseapotheke achten. Regina Jung von der Homberger Osterbach-Apotheke zeigt, was auf keinen Fall fehlen darf.

Schwalm-Eder. Wanderurlaub in den Bergen, Entspannung am Strand oder eine Rucksack-Tour? Egal, wo die Reise hingeht, eines sollte im Gepäck nicht fehlen: eine gut ausgestattete Reiseapotheke. 

Was dort hinein gehört, erklärt Mediziner Dr. Philipp Klapsing, der in einer hausärztlichen Praxis in Wabern tätig und zudem Leitender Notarzt für den Schwalm-Eder-Kreis ist.

Hilfe bei Verletzungen

Desinfektionsmittel, Pflaster und sterile Kompressen gewährleisten die schnelle Versorgung von Wunden. Auch eine Pinzette, mit der bei Bedarf Splitter (oder auch Zecken) entfernt werden können, sollte stets im Gepäck sein.

Schmerzen und Fieber

Gegen Schmerzen und Fieber helfen Ibuprofen oder Paracetamol. Ebenfalls ein Muss in jeder Reiseapotheke: ein Fieberthermometer.

Magen- und Darmprobleme

Durchfall gehört zu den häufigsten Urlaubsbeschwerden - gerade in Ländern mit niedrigem Hygienestandard. Medikamente mit dem Wirkstoff Loperamid stoppen akuten Durchfall. „Das Wichtigste ist jedoch, den Flüssigkeitsverlust zu kompensieren“, erklärt der Allgemeinmediziner. 

Pulver zum Herstellen einer Elektrolytlösung gibt es rezeptfrei in der Apotheke. Hat man dies nicht zur Hand, schützt auch eine Mischung aus stillem Wasser und Apfelsaft vor Dehydrierung. „Eine weitere Alternative ist eine Lösung aus einem Liter Wasser, einem Teelöffel Kochsalz und sieben Teelöffeln Traubenzucker (oder Haushaltszucker)“, erklärt der Experte. Gegen Übelkeit und Erbrechen sind Mittel wie MCP oder Vomex wirksam.

Sonnenschutz

Urlaub ohne Sonnenschutz? Undenkbar. „Selbst Menschen mit dunklem Hauttyp sollten zu einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor greifen“, sagt Dr. Philipp Klapsing. Auch Textilien mit integriertem Sonnenschutz seien sinnvoll - vor allem für Menschen mit empfindlicher Haut. Die Mittagssonne solle in jedem Fall gemieden werden, denn dann sei die UV-Belastung am höchsten.

Persönliche Medikamente

„Wer regelmäßig Medikamente einnehmen muss, sollte diese auf keinen Fall vergessen und vor einer Reise überprüfen, ob die Menge noch ausreicht“, sagt Klapsing. Denn vor Ort könne es schwierig sein, das passende Präparat zu beschaffen. 

Personen mit chronischer Erkrankung empfiehlt der Mediziner, vor einer geplanten Reise einen Gesundheitsscheck beim Hausarzt durchführen zu lassen. „Ist das Urlaubsziel für mich geeignet, und wie sieht die medizinische Versorgung vor Ort aus? Das lässt sich bei diesen Terminen klären.“

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