Gemeindeleben

Wabern bekommt ein Familienzentrum: Ein Ort der Begegnung entsteht

In die ehemaligen Räume der Gemeindediakoniestation soll das Familienzentrum einziehen.
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In die ehemaligen Räume der Gemeindediakoniestation soll das Familienzentrum einziehen.

Jetzt steht es fest: Wabern bekommt ein Familienzentrum. Das haben die Gemeindevertreter einstimmig beschlossen.

Wabern – Wenn alles nach Plan läuft, könnte das von der Kommune getragene neue Familienzentrum 2023 seine Arbeit aufnehmen.

Zu finden sein wird das Familienzentrum dann in den barrierefreien Räumen der ehemaligen Gemeindediakoniestation an der Wilhelm-Dilich-Straße. Dort sind vielfältige, wohnortnahe Angebote für Menschen jeden Alters und aller Kulturen geplant. Ziel ist, dass sich das Familienzentrum zu einer zentralen Anlauf- und Begegnungsstätte entwickelt. Die Leitung soll bei Natalia Lautenschlager, Sozialarbeiterin beim Familienzentrum und Elternschule Schwalm-Eder, mit Sitz in Homberg, liegen.

Familienzentrum für Wabern: Laufzeit erst mal auf zwei Jahre begrenzt

Die Verwaltung hat, wie von den Gemeindevertretern im Februar gewünscht, das Konzept für das Familienzentrum überarbeitet. Die neue Version befürworteten die Parlamentarier nun fraktionsübergreifend. Das Konzept wurde konkretisiert. Beispielsweise gibt es für die geplanten Angebote nun einen Wochenplan.

Darüber hinaus wurden in der Kostenkalkulation die Ausgaben für die Sach- und Dienstleistungen sowie für die Personalplanung überarbeitet. Unter anderem wurden zusätzlich die Kosten für eine Reinigungskraft berücksichtigt. Außerdem hat der Landkreis zugesagt, die Betriebskosten mit jährlich 5000 Euro zu bezuschussen. Ebenfalls jährlich wird das Projekt mit 18.000 Euro vom Land Hessen gefördert. 24.500 Euro beträgt die Gesamt-Fördersumme.

Jährlich fallen für das Projekt Kosten von 36.500 Euro an. Der sich ergebende Fehlbetrag von 12.000 Euro pro Jahr dürfe nicht überschritten werden, so André Buss (SPD). Nach einem Jahr soll der Gemeindevorstand im Sozial-, Kultur- und Sportausschuss eine Zwischenbilanz ziehen. Die Laufzeit (Betrieb und Anmietung der Räume) des Projekts Familienzentrum an sich ist vorerst auf zwei Jahre begrenzt. „Die Akzeptanz steht und fällt mit den handelnden Personen“, sagte Buss.

Von den geplanten Investitionen in Höhe von 15 000 Euro – unter anderem für Ausstattung von Büro und Seminarraum – werden 7000 Euro vom Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ übernommen.

Gemeindevertreter äußern sich zum Familienzentrum

Jochen Ritter (FWG) begrüßte das überarbeitete Konzept. „Wenn es so umgesetzt werden kann, ist es gut.“ Die Bandbreite der Angebote sei erweitert worden. Dadurch würden nun nicht mehr wie ursprünglich geplant, vor allem junge Familien angesprochen, sondern auch Jugendliche und Senioren. „Jüngere lernen von Älteren und umgekehrt“, sagte er. Peter Schlombs (CDU) stimmte Ritter zu. Die Bedenken, die die CDU zunächst hatte, seien mit der Schärfung des Konzepts hinfällig geworden. Nach einem Jahr könne man sehen, wie das Angebot von den Bürgern angenommen werde und könne auch überprüfen, ob die Kostenkalkulation noch passe.

Volker Meyfarth (FDP) befürwortete das überarbeitete Konzept ebenfalls, da es nun einige Verbesserungen im Vergleich zur Ursprungsversion enthalte. „Es war gut, die Entscheidung zu verschieben“, sagt er mit Blick auf die Februar-Sitzung, in der das Parlament keinen Beschluss hinsichtlich des Familienzentrums fasste. Nach dem Ablauf der zwei Probe-Jahre gelte es, das Projekt auf den Prüfstand zu stellen. Als die Idee eines Familienzentrums aufkam, sei er skeptisch gewesen. Sein Gedanke: „Brauchen wir das überhaupt?“ Doch die Gesellschaft wandele sich: „Das Zentrum wird wichtig werden.“ (Christina Zapf)

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