1. Startseite
  2. Lokales
  3. Fritzlar-Homberg
  4. Wabern

Interreligiöses Dialogtreffen für Frauen in Wabern: Raum für neue Begegnungen

Erstellt:

Von: Christina Zapf

Kommentare

Sind schon auf die Teilnehmerinnen gespannt: von links Birgit Schacht, evangelische Pfarrerin in Wabern, und Rameza Monir von der Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Wabern.
Sind schon auf die Teilnehmerinnen gespannt: von links Birgit Schacht, evangelische Pfarrerin in Wabern, und Rameza Monir von der Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Wabern. © Christina Zapf

Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Wabern plant zusammen mit der Evangelischen Gemeinde eine besondere interreligiöse Veranstaltung für Frauen.

Wabern – „Der Austausch an sich ist wichtig“, sagt Rameza Monir von der Ahmadiyya Muslim Gemeinde in Wabern. Diese plant zusammen mit der Evangelischen Gemeinde eine besondere interreligiöse Veranstaltung. Bei dieser geht es darum, dass sich Frauen, die unterschiedliche religiöse Hintergründe haben, kennenlernen.

Das Dialogtreffen am Donnerstag, 17. März, ab 18 Uhr in der Mehrzweckhalle in Wabern zum Thema „Maria“ soll die gemeinsame Basis für den Austausch bilden. Organisiert wird die Veranstaltung von Rameza Monir und Samina Nadeem von der Ahmadiyya Muslim Gemeinde sowie der evangelischen Pfarrerin Birgit Schacht. Laut den Veranstalterinnen sind auch Frauen anderer Glaubensrichtungen und nicht religiöse Frauen willkommen. Es gilt die 2G-Regel – die Teilnehmerinnen müssen geimpft oder genesen sein.

Interreligiöses Dialogtreffen für Frauen: Treffen wird seit Juni vorbereitet

Die drei Veranstalterinnen haben sich seit Juni vier Mal getroffen, um das im März geplante Treffen vorzubereiten. Begegnungen zwischen Menschen der Ahmadiyya Gemeinde und den christlichen Gemeinden sowie darüber hinaus interessierten Menschen haben in Wabern Tradition. Das Besondere an der bevorstehenden Veranstaltung: Sie ist ausschließlich für Frauen gedacht.

„Wir wollen uns ganz real treffen, miteinander sprechen und einander kennenlernen“, so Rameza Monir. Die Figur der Maria kommt sowohl in der Bibel als auch im Koran vor. „Wir wollen kurze, spannende und neue inhaltliche Impulse geben“, sagt Schacht über das Dialogtreffen. Die Teilnehmerinnen können vergleichen, wo Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu finden sind. Doch es soll auch Raum für andere Themen geben, die die Teilnehmerinnen beschäftigen

Interreligiöses Dialogtreffen für Frauen: Begegnungen in neutraler Umgebung

„Wir bleiben da, wo wir sind, begegnen uns aber“, sagt Schacht. Es gehe nicht darum, jemanden zur Konversion zu bewegen. Ziel sei eine respektvolle Begegnung auf Augenhöhe. „Wir wollen im Kleinen vormachen, dass das Zusammenleben von Menschen unterschiedlichen Glaubens funktionieren kann“, sagt Schacht. Die Vorbereitungstreffen von Monir, Nadeem und Schacht fanden sowohl in der Waberner Moschee als auch im Evangelischen Gemeindezentrum statt.

Für das Dialogtreffen haben sich die Veranstalterinnen bewusst für die Mehrzweckhalle und damit für eine neutrale Umgebung entschieden. Die interreligiöse Veranstaltung soll laut Monir dabei helfen, Vorurteile abzubauen, und Frauen unterschiedlichen Glaubens zusammenbringen. Außerdem sei die Mehrzweckhalle groß, was in der Corona-Pandemie von Vorteil ist.

Die Veranstalterinnen hoffen, dass das Treffen ein Erfolg wird und weitere folgen. „Wir freuen uns auf viele neugierige Frauen, die ins Gespräch kommen wollen“, sagt Schacht. Sollte die Veranstaltung aufgrund neuer Entwicklungen im Pandemie-Geschehen abgesagt werden müssen, wird ein neuer Termin festgelegt. (Christina Zapf)

Auch interessant

Kommentare