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Wabern: Lange Rübenkampagne endet

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Von: Christina Zapf

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Die Zuckerfabrik in Wabern.
Die Zuckerfabrik in Wabern. © Christina Zapf

Die Rübenkampagne in der Waberner Zuckerfabrik umfasst bei ihrem Ende rund 140 Tage. Gestartet war sie bereits Anfang September 2022 aus Angst vor möglichen Engpässen beim Erdgas.

Wabern – Noch steigt weißer Rauch aus dem Schornstein der Zuckerfabrik in Wabern auf – doch nicht mehr lange. Im Laufe der Woche endet die Rübenkampagne. Laut Betriebsleiter Jan Kunath dauerte sie dann erneut rund 140 Tage und liegt damit gleichauf mit den zwei vorherigen Kampagnen, die auch 140 bis 150 Tage dauerten.

Dass die derzeitige Kampagne dennoch schon Mitte Januar endet, liegt daran, dass sie bereits am 5. September startete. Der Grund für den frühen Zeitpunkt: Angst vor Versorgungsengpässen beim Erdgas. Doch dieser Fall sei glücklicherweise nicht eingetreten, sagt Kunath.

Und so seien die intern gesetzten Ziele erreicht worden. „Wir sind dankbar, dass wir gut durchgekommen sind“, sagt der Betriebsleiter.

Zuckerfabrik Wabern: Betriebsleiter ist zufrieden mit der Kampagne

Obwohl die Ernte der Zuckerrüben nach einem trockenen Sommer startete, blickt der Leiter der Rohstoffabteilung, Moritz Vorholzer, zufrieden auf die Kampagne. Die Rüben hätten vom Regen im September profitiert. Der Ertrag habe so nur leicht unter dem Durchschnitt gelegen. „Die Landwirte können zufrieden sein“, sagt er. Wie viele Tonnen Zuckerrüben während der Kampagne verarbeitet wurden, will er aus Gründen des Wettbewerbs nicht verraten. „Der Rübenanbau im Großraum Kassel hat einen starken Rückhalt und steigt von Jahr zu Jahr“, sagt Vorholzer.

Um zu vermeiden, dass sich Mitarbeiter am Arbeitsplatz mit dem Coronavirus infizieren, galten bei der dritten Kampagne in Folge Hygieneregeln, so Kunath. Krankheitsausfälle insgesamt habe man dank einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl gut kompensieren können. „Die Kampagne konnte stabil gefahren werden“, sagt der Betriebsleiter. Auch die Rohstofffanlieferung und die Kundenbelieferung hätten gut funktioniert. „Nahrungs- und Futtermittel wurden gut ausgeliefert“, sagt Kunath. Nun werde das Zuckerrüben-Saatgut ausgegeben, das die Landwirte dann im März einsäen.

Südzucker investiert in Standort

Südzucker möchte den Standort Wabern zukunftsfähig machen. Das gab das Unternehmen im vergangenen Herbst bekannt. Ein wesentlicher Baustein ist laut Betriebsleiter Jan Kunath die Erweiterung der bestehenden Abwasseranlage. Eine weitere Neuerung sei die zusätzliche Zucker-Loseverladung. Auch ein neues, großes Zuckersilo soll auf dem Gelände der Zuckerfabrik entstehen. Um all diese Vorhaben umzusetzen, investiert Südzucker mehrere Millionen Euro.  (ciz)

Kunath gibt zudem einen Ausblick: In den nächsten Monaten werde die Fabrik fit für die kommende Kampagne gemacht. Außerdem werde an den Projekten für den „Zukunftsstandort Wabern“ gearbeitet. (Christina Zapf)

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