Im Kasseler Sepulkralmuseum zu sehen

Waberner Jens Umbach stellt Fotos aus: Afghanistan im Fokus

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In der Ausstellung zu sehen: Die Afghanen-

Falkenberg/Kassel. Die Fotos über "The Afghans"von Jens Umbach, der aus Wabern-Falkenberg stammt, sind im Kasseler Sepulkralmuseum zu sehen.

Er hat Kämpfer ebenso vor seiner Kamera stehen gehabt wie spielende Kinder und Frauen in Burka. Er hat mit seinen Fotos Menschen Gehör verschafft, die sonst nicht gehört werden. Er möchte eine Region im Fokus halten, die in Vergessenheit zu geraten droht. Jens Umbach hat in Afghanistan Menschen fotografiert. Vor weißer Leinwand. So wie sie sind.

Die Fotoserie „The Afghans“ ist ab dem heutigen Freitag im Museum für Sepulkralkultur in Kassel zu sehen. Dort stellt er zusammen mit den Künstlern Dieter Huber und Herlinde Koelbl unter dem Titel „Zirkelsch(l)uss“ aus. Es ist Umbachs zweite Ausstellung im Museum, zum zweiten Mal zeigt er Arbeiten zu Afghanistan. Beim ersten Mal im Jahr 2014 hat er Soldaten, Angehörige, Hinterbliebene fotografiert.

Die 42 großformatigen Porträts zeigten Soldaten vor ihrer Entsendung nach Afghanistan, während des Vorbereitungstrainings, dann in Masar-e Scharif und später nach ihrer Rückkehr in Deutschland. Afghanistan ließ ihn nicht los. Er reiste wieder an den Hindukusch. Umbach, der gebürtig aus Falkenberg kommt und an der Theodor-Heuss-Schule in Homberg sein Abitur abgelegt hat, arbeitete 15 Tage intensiv.

Fotograf Jens Umbach

Mit dem Sonnenaufgang verließ er das Lager, mit dem Sonnenuntergang kehrte er zurück. Umbach konzentrierte sich auf die Menschen, die in unmittelbarer Nähe zum Camp Marmal, in Nachbarschaft zu den deutschen Truppen lebten. Wie zuvor die Streitkräfte der Bundeswehr fotografierte der 45-Jährige auch die afghanische Bevölkerung vor neutralem, weißem Hintergrund. Dadurch isoliert er die Porträtierten von dem sie umgebenden Geschehen. Er wollte andere Fotos, als sie der Fotojournalismus liefert. Keine Menschen vor kaputten Häusern oder Panzern.

„Ich habe mich mit den Menschen beschäftigt“, sagt Umbach. Er setzte sich mit den Hoffnungen und Ängsten der Menschen auseinander. Bei seiner Arbeit sei er auf Afghanen getroffen, die ihm wohl gesonnen waren, die ihn willkommen hießen und sehr offenherzig waren.

Neben eindrucksvollen Fotos bleibt am Ende des Tages für Jens Umbach eine Erkenntnis: „Es eint uns der Wunsch, ein ruhiges und friedliches Leben zu finden.“

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