Präsentation am Samstag bei Gala-Abend

Von Wigbert bis Wichtel: Waberner Holzschnitzereien fast fertig

+

Wabern. Sie sind fast fertig, die 13 Holzskulpturen, die sich an die Geschichte von Wabern anlehnen. Das Holzbildhauer-Symposium der Holzschnitzer-Schüler endet am Samstag.

Der Heilige Wigbert strahlt Würde und Ruhe aus, wie er so auf seinem Holzsockel steht. Daneben wirken die drei Wichtel oder Zwerge richtig lustig und verschmitzt.

Breit ist die Palette der Figuren und Skulpturen, die seit gut einer Woche beim Holzbildhauer-Symposium in Wabern aus den Eichenstämmen entstehen. Täglich sägen, hämmern und meißeln die jungen Frauen und Männer von der Holzschnitzer-Schule aus Berchtesgaden von morgens bis abends, um mit ihren Arbeiten rechtzeitig fertig zu werden.

Auf dem Hof wird gesägt und gehämmert: In Wabern ist gerade viel los.

„Die Stimmung in der Gruppe war die ganze Zeit sehr gut“, hat Gabriele Fröhlich festgestellt. Sie wohnt neben dem Gelände, das ihre Familie zur Verfügung gestellt hat, und betreut die künftigen Bildhauer ein wenig. „Mir wird etwas fehlen, wenn sie nächste Woche nicht mehr da sind“, sagte sie am Donnerstag.

Die ungewöhnliche Aktion, die der Gemeinde Wabern 13 verschiedene Holzskulpturen mit lokalem Bezug bescheren wird, sei ohne die vielfältige Unterstützung auf allen Ebenen nicht möglich und auch nicht finanzierbar gewesen, betont Manfred Uchtmann vom Kultur- und Geschichtskreis Wabern.

1200-Jahrfeier in 2017 

Der Verein wollte zur 1200-Jahrfeier Waberns im Jahr 2017 etwas Besonderes anbieten, mit dem die Gemeinde kulturell aufgewertet wird. Aber eine Auftragsarbeit für einen Künstler wäre zu teuer geworden. Schließlich kam es über den Künstler Ernst Groß aus Großropperhausen zu dem Kontakt zur Holzschnitzer-Schule.

Sitzt alles richtig? Diese Künstlerin kontrolliert ihr Kunstwerk.

„Für uns ist das auch eine besondere Gelegenheit“, sagt einer der Schüler in einer Kaffeepause. Eine solch kompakte Aufgabe in so kurzer Zeit und nach einem sehr kleinen Modell zu schaffen, sei eine Herausforderung. Außerdem habe die Abschlussklasse noch nicht so intensiv mit der Kettensäge gearbeitet.

Die Skulpturen werden nach der Fertigstellung in der Halle auf dem Fröhlich-Gelände eingelagert. Laut Uchtmann sollen sie Ende 2016 bis Anfang 2017 an den zuvor ausgesuchten Orten aufgestellt.

Zur 1200-Jahrfeier dann soll es einen Erinnerungspfad durch Wabern und Ortsteile geben, der entlang der Skulpturen auf Texttafeln über die Ortsgeschichte informiert und die Beziehung zur Figur erläutert.

Gala-Abend 

Zum Abschluss des Symposiums findet am Samstag, 18. April, eine Gala statt. Um 19 Uhr werden die Skulpturen auf dem Betriebsgelände präsentiert, um 20 Uhr beginnt der Festabend im Bahnhof mit Erläuterungen zu den Figuren und Vorstellung der Künstler. Danach spielt Andreas Köthe mit Band.

Bildhauer präsentieren ihre Schnitzereien aus Holz in Wabern

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.