Abfallwirtschaft Lahn-Fulda ist eröffnet Platz

In Wabern wird Grünes geschreddert: Zentraler Standort für Grünabfälle

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Neuer Schredderplatz in Wabern wird eröffnet: von links Peter Zulauf, Jasmin Rupp und Katharina Bätz von der Abf allwirtschaft Lahn-Fulda (ALF) erklären die Abläufe.

Holz, Heckenschnitt, Wurzeln, Laub und Rasen – all diese Grünabfälle können Menschen aus dem Schwalm-Eder-Kreis von nun an zentral zum Schredderplatz der Abfallwirtschaft Lahn-Fulda (ALF) ins Industriegebiet Tannenhöhe nach Wabern bringen.

Weil nicht mehr an allen der umliegenden Sammelplätze im Landkreis vor Ort geschreddert werden darf, startete vor etwa zwei Jahren der Bau eines zentralen Standortes.

13.000 Quadratmeter groß ist die Fläche, die seit heute neben der Müllumschlagstation, der Deponie, der Sickerwasserreinigungsanlage und dem Kleinanlieferplatz Teil der ALF in Wabern ist. „Gerade in Zeiten, in denen der Klimawandel eine große Rolle spielt, ist Mülltrennung ein zentrales Thema“, sagt Geschäftsführer Peter Zulauf. Gerade bei Grünabfällen sei die richtige Trennung das A und O.

Holzschnitte können zu Brennstoff verarbeitet werden, der wiederum regional – beispielsweise für B.Braun in Melsungen – einsetzbar sei, erklärt Zulauf. Außerdem entstehe durch andere Grünabfälle wertvoller Kompost, ergänzt Jasmin Rupp. Sie ist für die kommunale Abfallwirtschaft zuständig.

Um eine sorgfältige Trennung von Anfang an zu ermöglichen, ist bereits die Annahme in drei Fraktionen aufgeteilt. Die Mitarbeiter sammeln Gehölzschnitt in der ersten Fraktion. Heckenschnitt, Stauden- und Krautschnitt und Wurzeln landen in der zweiten Fraktion. Für die dritte Fraktion sind Rasenschnitt und Laub vorgesehen.

Neben den Schreddermaschinen kommen vor allem auch Siebanlagen auf dem neuen Platz zum Einsatz. „Das Grobe des Gehölzschnittes zum Beispiel wird zunächst gesiebt und als Energieholz vermarktet und das Feine in Kompostierungsanlagen verarbeitet“, erklärt Katharina Bätz, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert und Rupp in ihrer Funktion unterstützt. Wertvoller Kompost entstehe vor allem in der zweiten und dritten Fraktion.

Nicht unbedingt müssten nun alle Menschen aus dem Landkreis direkt zum zentralen Standort nach Wabern fahren, um Grünschnitt zu entsorgen, sagt Bätz. „Die anderen Standorte nehmen noch immer alles an, wir holen Abfälle dort dann mit unseren Fahrzeugen ab und schreddern es hier vor Ort.“

Pro Jahr dürften am Schredderplatz 4000 Tonnen Abfall in der ersten, 1500 Tonnen in der zweiten und 1000 Tonnen in der dritten Fraktion angenommen werden.

Privatpersonen dürfen in der Zeit von Februar bis November montags und mittwochs von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr sowie samstags von 7.30 Uhr bis 11.30 Uhr ihren Abfall anliefern. Im Dezember und Januar ist der Schredderplatz geschlossen.

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