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Zuckerfabrik in Wabern: Die Rübenkampagne startet

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Von: Christina Zapf

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Die Zuckerfabrik in Wabern.
Über den Dächern von Wabern wird ab Montag, 5. September, wieder weißer Dampf aufsteigen. © Peter Zerhau

Es ist wieder so weit: Schon am Montag, 5. September, – und somit einige Tage früher als üblich – startet die Rübenkampagne in der Waberner Zuckerfabrik.

Wabern – Ab Montag, 5. September, steigt mit dem Beginn der Kampagne in der Waberner Zuckerfabrik wieder weißer Dampf aus dem großen Schornstein auf.

„Die letzten Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, sagt Betriebsleiter Jan Kunath. „Ab Montag beginnen wir mit der Anlieferung und der Verarbeitung der Rüben“, erklärt er. Und schon jetzt steht fest: „Wir werden die Kampagne in diesem Jahr nicht mehr beenden“, sagt er. Voraussichtlich Mitte Januar werde sie abgeschlossen sein. Das bedeutet, sie wird wohl ähnlich lange dauern, wie in den vergangenen Jahren: 2020 waren es 140 Tage und 2021 kamen rund 150 Tage zusammen.

In der kurzen Instandhaltungsphase zwischen dem zurückliegenden Kampagnenende und dem nun erneut bevorstehenden Start haben die Mitarbeiter der Zuckerfabrik zusammen mit externen Spezialisten die Maschinen gewartet und auf die Produktion vorbereitet.

Rüben-Ernte: Trockenheit beeinflusst Ertrag

Wie viele Zuckerrüben pro Tag beziehungsweise im Laufe der Kampagne im Waberner Südzucker-Werk verarbeitet werden, dazu will Kunath aus Gründen des Wettbewerbs keine Angaben machen. Moritz Vorholzer, Leiter der Rohstoffabteilung, sagt mit Blick auf die Zuckerrüben-Ernte: „Auffällig ist in diesem Jahr die extreme Trockenheit.“ Regional sei der Ertrag unterschiedlich groß – abhängig von der Niederschlagsmenge. Insgesamt gehe er aber von einer unterdurchschnittlichen Rübenernte aus.

Niederschlagsmenge beeinflusst Größe

Dass es seit Juni nur wenig Niederschlag gab, sehe man den Rüben an, sagt Moritz Vorholzer, Leiter der Rohstoffabteilung in der Waberner Zuckerfabrik. Im Gegensatz zur Ernte im feuchteren Vorjahr seien die nun geernteten Rüben kleiner. Aber es gibt auch eine gute Nachricht: „Der Zuckergehalt ist höher als 2021“, sagt Vorholzer. Und er fügt hinzu: „Wir werden beim Zuckergehalt leicht über dem Fünf-Jahresschnitt liegen.“  (ciz)

Die Folgen der Corona-Pandemie sind auch in der Zuckerfabrik präsent: Die Kampagne ist die dritte, die von der Pandemie und damit einhergehenden Hygieneregeln geprägt sein wird, sagt Kunath.

Und auch das Thema Energieversorgung beschäftigt das Unternehmen: „Sollte es Versorgungsengpässe bei Primärenergien wie Erdgas geben, haben wir bei Südzucker eine Strategie, um auf Engpässe reagieren zu können“, sagt der Betriebsleiter. Man setze dann auf alternative Energieträger. Und auch auf Nachwuchs baut man in dem Betrieb: Fünf Industriemechatroniker beginnen ihre Ausbildung. (Christina Zapf)

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