Südzucker atmet wieder auf

Zuckerrübenkampagne in Wabern beendet

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Nun dampft es nicht mehr: 128 Tage dauerte diesmal die Kampagne in der Zuckerfabrik in Wabern. 

Von Mitte September bis Ende Januar standen die Maschinen in der Zuckerrübenfabrik in Wabern nicht eine Sekunde still. Seit einigen Tagen steigt nun kein Dampf mehr in den Himmel – die Kampagne ist vorbei.

Insgesamt 128 Tage hat sie gedauert. Und nach anfänglichen Sorgen ist Moritz Vorholzer, Leiter der Rohstoffabteilung erleichtert: „Es lief besser als erwartet.“

Moritz Vorholzer, Leiter der Rohstoffabteilung

Vor allem der trockene Sommer 2018 hatte bei dem Fachmann, seinem Team und allen Landwirten aus dem Schwalm-Eder-Kreis große Bedenken ausgelöst. „Die Ernte im Jahr zuvor war desaströs“, sagt er.

Vergleichsweise schlecht sah es auch zu Beginn dieser Ernte aus. 60 Tonnen pro Hektar gaben die Bauern in den ersten Schlagmeldungen an. Doch dann kam er, der erleichternde Regen im Oktober.

Es wurde mit der Katastrophe gerechnet

„Dieser sorgte zum Glück für überraschend viel Ertrag“, erklärt Vorholzer. Zwischen 80 und 100 Tonnen pro Hektar sorgten dann für ein durchschnittliches Ergebnis. „Wir waren sehr froh, schließlich haben wir mit der Katastrophe gerechnet.“

Insgesamt fuhren täglich etwa 350 Rüben-Lkw die Fabrik in Wabern an. „Zusammengerechnet sind das ungefähr 6600 Tonnen pro Tag“, sagt der Leiter. Neben Landwirten aus dem Landkreis kamen außerdem Zulieferer von weiter her. 

Diesbezüglich wird es vor allem ab der nächsten Kampagne bedeutsame Veränderungen geben. Denn Ende des vergangenen Jahres hat das Werk in Warburg (NRW) endgültig seine Türen geschlossen. 

Der Verkehr würde sich nicht dramatisch ändern

„Zukünftig werden uns auch Lieferungen aus dem Raum Warburg und Soest erreichen“, sagt Vorholzer. Den Menschen in der Region, die sich teilweise über die Verkehrsverzögerungen und den Schmutz ärgern, will er die Sorgen nehmen. Der Verkehr würde sich nicht dramatisch ändern. Zulieferer aus dem Wetterauer und Frankfurter Bereich würden das Waberner Werk nämlich nun nicht mehr ansteuern.

Nun sei in der Fabrik erst einmal Verschnaufpause angesagt: „Die Mitarbeiter haben durchgeackert.“ Nach der Fabrikreinigung gehe es für viele in den verdienten Urlaub. 

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