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Wandelpfad: Leerstände in Homberg werden wiederbelebt

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Von: Lea Beckmann

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Mit Mosaik im Kochs basteln: von links Markus Staedt von der ANP Architektur- und Planungsgesellschaft, Katrin Hitziggrad von den Zukunftsoptimisten, Klimaschutzmanagerin Helene Peters und Annett Zöller.
Mit Mosaik im Kochs basteln: von links Markus Staedt von der ANP Architektur- und Planungsgesellschaft, Katrin Hitziggrad von den Zukunftsoptimisten, Klimaschutzmanagerin Helene Peters sowie Energiekostenberaterin und Annett Zöller. © Lea Beckmann

Im ehemaligen Schuhhaus Koch in Homberg gibt es nun Platz für Künstler. Das Projekt Wandelpfad umfasst die Entwicklung eines Areals in der Stadt.

Homberg – An welchen Stellen kann man ansetzen, um leere Räume wieder zu beleben? Das ist eine der zentralen Fragen des Wandelpfads in Homberg.

Das Projekt Wandelpfad umfasst konkret die Entwicklung der Stadt entlang eines Weges von den Efzewiesen bis zum Schlossberg, erklärt Markus Staedt von der ANP Architektur- und Planungsgesellschaft. Gemeinsam mit den Zukunftsoptimisten und der Stadt Homberg arbeiten sie an dem Wandelpfad.

„Wir wollen Orte des Wandels schaffen“, sagt Klimaschutzmanagerin Helene Peters. Der Pfad startet an der Freiheit, geht über den Busbahnhof in die Untergasse, dann in die Rosenthalgasse, führt über den Marktplatz und endet an der Burg.

Ein „Ort des Wandels“ ist das ehemalige Schuhhaus Koch in der Untergasse. „Fünf Jahre standen die Räume leer, dann wurden sie für eine Ausstellung genutzt und seit April dieses Jahres veranstalten wir unsere Barabende im Kochs – wie es mittlerweile heißt“, sagt Katrin Hitziggrad von den Zukunftsoptimisten. Die Barabende sollen alle 14 Tage bis voraussichtlich Ende des Jahres stattfinden. „An solchen Abenden stehen die Türen für jedermann offen – so kommen die Menschen ins Gespräch und die Untergasse wird belebt“, erklärt Hitziggrad.

Projekt Wandelpfad soll Leerstand in Homberg entgegenwirken

Doch das 300 Quadratmeter große Kochs soll noch mehr bieten. So hat nun eine Mosaikwerkstatt in einem der Atelierräume geöffnet. Annett Zöller hat den Raum mit bunten Fließen, Steinchen und fertigen Mosaikstücke eingerichtet. „Es soll eine offene Werkstatt sein“, sagt Zöller. An den Barabenden können Interessierte in der Werkstatt vorbeischauen und Zöller beim Gestalten eines Mosaiks über die Schulter schauen.

Seit fünf Jahren macht sie hobbymäßig Kunstwerke aus Mosaik. „Ich habe immer wieder Tischplatten oder Dekokugeln aus Mosaiksteinen gesehen und das hat mir so gut gefallen, dass ich selbst so etwas ausprobieren wollte“, sagt sie. Hauptberuflich ist Annett Zöller Energiekosten-Beraterin. Sie kommt aus Mosheim, aber ist seit mehr als 30 Jahren in Homberg verankert.

Projekt Wandelpfad in Homberg: Mosaikwerkstatt im Kochs

Über die Fachwerkerei wurde der Kontakt zu Zöller hergestellt. Mit ihrer Werkstatt möchte sie allerdings nicht nur selbst Mosaik machen, sondern sie will auch Kurse für jeden anbieten. „Ich könnte mir auch gut vorstellen einen Kurs für Kinder zu machen, in dem sie Wandersteine nicht bemalen, sondern mit Mosaiksteinen verzieren“, sagt sie.

Die Mosaikwerkstatt an der Untergasse soll ein Startschuss für andere Künstler sein. „Wir haben noch ein weiteres Atelier und für einen freischaffenden Künstler wäre dies eine gute Möglichkeit“, sagt Hitziggrad. Und auch Zöller würde sich freuen, wenn sie nicht alleine im Kochs stehen würde.

Ende des Jahres soll es eine kleine Ausstellung mit Impulsvorträgen geben. „Da könnte ein Thema zum Beispiel sein, was mit dem Feuerwehrstandort passiert – wir wollen mit den Bürgern ins Gespräch kommen“, erläutert Staedt. (Lea Beckmann)

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