Der 12-jährige Aaron Hohmann zeigt seine Bilder im Restaurant Alt-Fritzlar

Von wegen Einfaltspinsel

Malen wie Fernsehlegende Bob Ross: Für Aaron Hohmann ist das kein Problem. Betrachter seiner Bilder können oft kaum glauben, dass sie von einem 12-Jährigen stammen. Foto: Dowe

Rothelmshausen. Wenn Aaron Hohmann einen Pinsel in der Hand hält, vergisst er die Welt um sich herum. Dann ist er in einer anderen Welt voller satter Wiesen und wuchtiger Berglandschaften. Der 12-Jährige malt für sein Leben gern Landschaftsbilder. So entführt der junge Maler den Betrachter seiner Bilder in eine Welt unberührter Natur.

Idyllische Landschaften

Jetzt sind seine Werke im Restaurant Alt-Fritzlar am Marktplatz zu sehen. Es ist seine erste, richtige Ausstellung. Und das findet er ganz schön aufregend. „Es ist spannend zu sehen, wie die Leute auf meine Bilder reagieren. Meistens denken sie, meine Mutter habe sie gemalt“, sagt er und schmunzelt. Keine Frage, dass Kunst in der Schule zu Aarons Lieblingsfächern gehört. Er geht in die siebte Klasse der Anne-Frank-Schule. „Wir haben erst in der achten Klasse wieder Kunst, darauf freue ich mich schon sehr“, erzählt er.

„Ich habe den Mann im Fernsehen gesehen und gedacht: Das kann ich auch“

aaron Hohmann

Zum Malen ist Aaron durch den amerikanischen Fernsehmaler Bob Ross gekommen. In den 80er-Jahren erlangte Ross durch seine Maltechnik, mit der er in wenigen Minuten eindrucksvolle Landschaftsbilder zaubern konnte, weltweite Berühmtheit. „Ich habe den Mann im Fernsehen gesehen und gedacht: Das kann ich auch“, erinnert er sich.

Raus in die Natur

Gesagt, getan. Aaron besorgte sich Pinsel und Farbe und legte einfach los. Sein Talent ist unverkennbar. Dabei ist er ein ganz normaler Junge. Nach der Schule spielt er am liebsten mit Freunden oder hantiert mit dem Technikkasten herum. Die Natur ist ihm nicht nur in seinen Bildern nahe. Im Sommer ist er die meiste Zeit draußen, tobt gern stundenlang im Wald herum. Doch seine Bilder entstehen im Kopf: „Beim Malen gibt es keine Vorschriften. Da kann ich machen, was ich möchte“, bringt der Schüler es auf den Punkt. Inzwischen versucht er sich auch an Gesichtern und Comicfiguren, denn sein Traumberuf steht schon fest: Künstler.

Stilistisch bevorzugt er die klassische Technik Öl auf Leinwand. „Am liebsten Male ich etwas gröber und skizzenhafter“, verrät er. So lassen seine Werke noch Raum für Fantasie und tragen eine unverkennbare Handschrift.

Bilder sind zu sehen

Noch bis Ende März 2010 sind seine Bilder im Alt-Fritzlar zu sehen. Auch Gastwirt Rolf Ewald freut sich, Aarons Bilder in seinem Restaurant auszustellen: „Es ist schön, einem talentierten Künstler die Möglichkeit zu geben, sein Können zu präsentieren“, sagt der Gastronom. Kaufen kann man Aarons Werke übrigens auch. Das günstigste Bild kostet zehn Euro.

Von Kristin Dowe

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