Obersten Holz

Mann findet scharfe Panzergranate: Wald bei Fritzlar teilweise abgesperrt

Panzergrante liegt im Wald
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Bei Fritzlar wurde eine Panzergranate im Wald gefunden. (Symbolbild)

In einem Wald bei Fritzlar hat ein Mann eine scharfe Panzer-Granate aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Es könnten sich noch mehr Reste aus dem Weltkrieg dort befinden. 

Fritzlar – In einem Waldstück zwischen Cappel und Obermöllrich sind am Wochenende scharfe Panzergranaten aus dem Zweiten Weltkrieg aufgetaucht. Das teilten das Forstamt Jesberg und die Polizei mit.

Panzer-Granate entdeckt: Mann findet im Wald Reste aus zweitem Weltkrieg

Ein Mann, der mit einem Metalldetektor unterwegs war, hatte diesen Fund am Sonntagvormittag gemeldet. Das Waldstück im Obersten Holz ist seither an mehreren Stellen abgesperrt, die Granaten sind bereits abtransportiert. Gemeinsam mit dem Kampfmittelräumdienst sollen die Funde sowie umliegende Flächen auf weitere Gefahren untersucht werden.

Laut Markus Brettschneider, Sprecher der Polizeidirektion Schwalm-Eder, waren sowohl am Sonntag als auch am Montagmorgen Polizisten vor Ort, um bei der Sicherung der Flächen zu unterstützen. „Spaziergänger und Jogger sollen unbedingt auf den Wegen bleiben und die abgesperrten Flächen komplett meiden“, rät er.

Insgesamt zwei Panzer-Granaten gefunden: Es könnte noch mehr dort liegen

Nach Angaben von Karl Gerhard Nassauer, Leiter des Forstamtes in Jesberg, wurden an unterschiedlichen Stellen insgesamt zwei Granaten gefunden. Aber auch Schrapnelle und Munitionshülsen seien aufgetaucht.

„Wir wissen nicht, ob dort noch mehr liegt“

Karl Gerhard Nassauer (Leiter des Forstamtes Jesberg)

Deshalb wurden nicht nur die Fundorte selbst, sondern auch die umliegenden Areale mit einem Radius von etwa 500 Metern mit Schildern und Flatterband abgesperrt.

Panzer-Granaten gesichert: Militärflugplatz in der Region existiert schon lange

Die Granaten selbst seien gesichert worden. Dass solche Funde aus dem Zweiten Weltkrieg auftauchen, sei vor allem im Bereich Fritzlar nicht unwahrscheinlich. Schon lange gebe es dort schließlich den Militärflugplatz.

Anders als bei Bombenfunden, müsse man bei Granaten zwar den Zünder direkt berühren, um eine Explosion auszulösen, „die Gefahrenlage ist aber trotzdem nicht zu unterschätzen“, betont der Forstamtsleiter.

Munition aus dem zweiten Weltkrieg: Kampfmittelräumdienst ist zuständig

Der Kampfmittelräumdienst, der beim Regierungspräsidium Darmstadt des Landes Hessen angesiedelt ist, ist für den Fund von Weltkriegsmunition zuständig. „Die von uns beauftragte Firma macht sich dann vor Ort ein Bild“, sagt Guido Martin, Sprecher des Regierungspräsidiums.

Die Mitarbeiter hätten spezielle Maschinen dabei. Wenn die Munition wie in Fritzlar transportfähig sei, werde sie anschließend mitgenommen. Wie lange die betroffenen Waldstücke noch gesperrt bleiben, dazu machte das Forstamt zunächst keine Angaben. (Daria Neu)

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