Es lag am Wetter: Honigernte in der Region fiel mau aus

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Schwalm-Eder. Ein warmes Frühjahr sowie ein kalter und verregneter Sommer sorgten in diesem Jahr für weniger Honigertrag in der Region.

Rund 31 Kilogramm Honig ernteten Imker im Frühjahr und Sommer, der Durchschnitt der Vorjahre liegt bei 37 Kilogramm. Das geht aus Daten des Bieneninstituts in Kirchhain hervor.

„Das warme Frühjahr hat uns kalt erwischt“, sagt Jörg Seligmann aus Gilserberg-Moischeid, Bienensachverständiger des Schwalm-Eder-Kreises. Dadurch dass es im März und April schon warm war, sammelten die Honigbienen sehr früh Nektar - da war die Ernte noch gut. Danach herrschten durch den Regen schlechte Flugbedingungen für die Bienen. Zudem können Bienen den Honig bei feucht-kühlem Wetter schlecht abtrocknen, erklärt der Imker, das Produkt enthält dann zuviel Wasser und ist somit von geringerer Qualität.

Auch die Schlechtwetterperioden im August waren ein Rückschlag für die Bienenzüchter. „Es war kein gutes Honigjahr“, resümiert Seligmann, der sich seit 14 Jahren als Hobbyimker betätigt.

Den Trend bestätigt auch Imkerberaterin Heidrun Wulf aus Melsungen. Einige Völker schafften es nicht einmal fünf Kilogramm Honig zu sammeln. „Waldhonig gab es in diesem Jahr gar nicht“, sagt Heidrun Wulf.

Auch Walter Uwe Zülch, Vorsitzender des Imkervereins Homberg, hat die Erfahrung gemacht, dass an einem Bienenstand der Ertrag ausblieb. Allgemein spricht er von 50 Prozent weniger Ertrag - je nach Standort des Bienenstocks. Hinzukam, dass es bereits zur Sommersonnenwende kaum noch blühende Pflanzen gab.

So könne es passieren, dass einige Imker die Preise für ihren Waren anziehen werden. Heidrun Wulf hat bereits Honig für mehr als fünf Euro pro Glas gesehen. Derzeit liegt der Preis bei rund vier Euro für ein Glas.

Von Claudia Schittelkopp

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