Wildpark Knüll: Zwei Herzen schlagen für die Tiere

Sind seit zehn Jahren im Einsatz für den Tierpark: Gudrun und Peter Seeck aus Melsungen im neuen Eulengehege. Foto: Thiery

Schwalm-Eder. Das Ehepaar Gudrun und Peter Seeck aus Melsungen arbeitet seit zehn Jahren ehrenamtlich im Wildpark Knüll. Solange es noch geht, wollen sie das auch weiter tun.

Jeden ersten Sonntag im Monat zeigen sie Besuchern den Weg zum Bären- oder dem Luchsgehege im Wildpark Knüll. Dabei kommen sie mit den Menschen ins Gespräch über Braunbärin Onni und ihr Junges Alexa. Sie erzählen von den Uhus, Ziegen und Wildschweinen: Die Melsunger Gudrun und Peter Seeck unterstützen seit zehn Jahren die Mitarbeiter im Wildpark Knüll, helfen an vielen Ecken kostenlos. Ihre Leidenschaft gehört dem Ehrenamt im Wildpark.

Angefangen hat alles mit einer Ausstellung vor zehn Jahren. Künstler aus der Region stellten in der Aktion „Künstler haben ein Herz für Tiere“ im Wildpark aus, mit dem Ziel Geld für ein neues Eulengehege zu sammeln.

Unter ihnen war auch die Melsunger Bildhauerin Gudrun Seeck. Die gelernte Goldschmiedin hatte eine Eulenskulptur geschaffen, die noch heute im Wildpark zu sehen ist. Dabei kam sie auf die Idee, mehr für den Wildpark zu tun. Denn dort könne sie für Menschen und Tiere da sein. Mit ihrem Enkel Thorben Seeck stieg sie in den Wildpark-Club ein, einem wöchentlichen Treffen im Park für Kinder, und fand Gefallen am Engagement, das sie dort erlebte. Sie lobt die Ideen und umweltpädagogischen Angebote der Biologin Sara Engelbrecht. „Ich habe gesehen, dass viel Arbeit anfällt und jede Menge Hilfe gebraucht wird.“

Also wurde Ehemann Peter überredet. Er sei ohnehin zu den Treffen mitgefahren, sagt der 77-Jährige. Seitdem bereitet er jedes Jahr zu Hause den Bau von Nistkästen vor.

Der ehemalige Maschinenbautechniker bei B. Braun half beim Aufbau des Natur-Klanggartens und der Ausstellung im Naturzentrum. Natürlich helfen sie auch bei den Veranstaltungen im Park, wie etwa den Wolfsnächten. Und: Sie springen immer dann ein, wenn Not ist - unzählbar sind all ihre Einsätze in den vergangenen Jahren.

Über 20 Stunden sind die Rentner im Monat für den Wildpark unterwegs. Ein fester Bestandteil ist für sie der Sonntagsdienst. Dann sind sie die Ansprechpartner für die Besucher. Sie kennen jedes Tier mit Namen, wissen viel über die Bären, Wölfe, Ziegen, Wildschweine und das Wild. Peter Seeck schwärmt für die Luchse. Seine 70-jährige Frau ist einfach von allem begeistert und liebt das Spazieren durch den Wald.

Klar, dass das Paar jeden Winkel im Park kennt. Beide besuchen immer wieder auch Fortbildungen. Neben ihnen sind noch Stefan Preiß, Rolf Meyfarth und Peter Strothmann für den Park ehrenamtlich im Einsatz. Dazu kommen fünf bis sieben Honorarkräfte, die flexibel eingesetzt werden.

Gudrun Seeck erzählt, man sei immer an der frischen Luft und habe Kontakt mit Menschen und Tieren. Für sie sei das eine wundervolle Kombination. Für die Seecks ist nach zehn Jahren noch lange nicht Schluss: „So lange es geht und Spaß macht, sind wir dabei.“

Von Christine Thiery

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